
Wenn Maschinen über viele Stunden laufen, beeinflusst die verwendete Technik den Stromverbrauch entscheidend. Bei hydraulisch betriebenen Anlagen muss zunächst der erforderliche Druck aufgebaut und aufrechterhalten werden, damit die benötigte Kraft jederzeit zur Verfügung steht. Deshalb bleibt die Hydraulikpumpe häufig auch dann aktiv, wenn gerade keine Bearbeitung stattfindet. Elektrische Systeme funktionieren dagegen bedarfsgerecht: Sie nutzen Energie nur dann, wenn sich die Maschine tatsächlich bewegt.

Energieeffizienz im Vergleich
Die Resultate belegen, wie effizient das halbautomatische Bending Terminal BT 20E Kupfer- und Aluminium-Stromschienen biegt. Sein Anwendungsspektrum reicht vom Etagenbiegen über Hochkantbiegen bis zum U-Biegen. Dank durchgängiger Datenflüsse lässt es sich leicht in digital gesteuerte Fertigungsprozesse einbinden. Ein wesentlicher Vorteil des servoelektrischen Antriebs liegt im geringen Grundverbrauch. Im eingeschalteten Zustand ohne Hub benötigt das BT 20E lediglich rund ein Siebtel der Leistung einer vergleichbaren hydraulischen Anlage. Auch unter Last bestätigt sich der Unterschied: Bei identischen Biegezyklen über denselben Zeitraum benötigt das BT 20E sowohl bei mittlerer als auch bei höherer Auslastung deutlich geringere Energiemengen als das hydraulische Pendant. Die Einsparungen liegen je nach Belastung bei bis zu über 50 Prozent.

Die Technik hinter dem elektrischen Antrieb
Das Herzstück des BT 20E ist ein Elektromotor auf höchstem technischem Niveau mit präziser Kraftübertragung. Beim Biegen von Kupfer- und Aluminium-Stromschienen erzielt das BT 20E deshalb eine hohe Leistungsfähigkeit mit einer Biegegenauigkeit von ± 0,2°. Dass ein geringerer Verbrauch nicht mit Leistungseinbußen einhergeht, bestätigen die Testergebnisse: Das BT 20E erreicht mehr als 20 Tonnen Biegekraft und liegt damit auf Augenhöhe mit entsprechenden hydraulisch angetriebenen Systemen.
Nachhaltigkeit auch am Arbeitsplatz
Energieeffizienz ist nur eine Seite der Betrachtung. Wo Maschinen jeden Tag von Menschen bedient werden, beeinflusst ihr Geräuschpegel unmittelbar die Umgebung am Arbeitsplatz. Hier zeigt sich ein klarer Vorteil zugunsten des BT 20E, das dabei auffallend leiser ist. „Der Unterschied ist im Alltag deutlich wahrnehmbar – für viele Bediener verbessert das insbesondere bei dauerhafter Nutzung spürbar die Arbeitsbedingungen“, so Marie Hertweck, Produktmanagerin bei Ehrt / Rittal Automation Systems. „Gleichzeitig verdeutlicht dieses Ergebnis, dass für die Nachhaltigkeit eines Prozesses nicht nur der Energieverbrauch, sondern auch eine lärmberuhigte Fertigungszone ausschlaggebend sein kann.“
















