
Chinesische Unternehmen sind technologisch stärker geworden, profitieren jedoch stark von unfairen Handelspraktiken. Der VDMA fordert in seiner neuen China-Position von Deutschland und der EU wirksame Reaktionen auf Wettbewerbsverletzungen. „Wir nehmen den Wettbewerb an. Wir benötigen einen wettbewerbsfähigen Standort. Wir verlangen fairen Wettbewerb!“ Mit dieser Botschaft ist VDMA-Präsident Bertram Kawlath (Bild) in der vergangenen Woche zu Gesprächen mit EU-Vertretern nach Brüssel gereist, um den Forderungen des Maschinen- und Anlagenbaus Nachdruck zu verleihen. „Wir respektieren die Leistungen unserer chinesischen Konkurrenz. Aber da zugleich die Wettbewerbsverzerrungen Chinas und chinesischer Unternehmen inzwischen umfassend dokumentiert sind, braucht es wirksame Reaktionen seitens der EU, um faire Wettbewerbsbedingungen sicherzustellen“, fordert Kawlath. „Wir dürfen nicht zulassen, dass wir zum Spielball von Subventionen, Dumping und Währungsmanipulation werden.“
Im Juni 2025 hat der VDMA ein Positionspapier zum Umgang mit dem Wettbewerber China vorgestellt: „Wettbewerb auf Augenhöhe: Ein Appell an die Politik im Umgang mit China“. Angesichts der weiter zunehmenden unfairen Handelspraktiken hat der Verband das Dokument überarbeitet und nun vorgelegt: „VDMA-Positionspapier China – Für Wettbewerbsfähigkeit und fairen Wettbewerb“. Darin werden Forderungen an die Bundesregierung und die Europäische Union gestellt, die zum einen Europas Wettbewerbsfähigkeit stärken, zum anderen fairen Wettbewerb im Binnenmarkt durchsetzen sollen.
Neu in dem überarbeiteten Positionspapier ist die Forderung nach Ausgleichszöllen auf Ebene der Warengruppen, also zum Beispiel Baumaschinen, wenn entsprechende Indizien für unfaire Wettbewerbspraktiken vorliegen.
Zudem sollte die Europäische Union eine Beweislastumkehr bei Ausgleichszöllen prüfen, fordert der VDMA. „Die Wettbewerbsverzerrungen Chinas und chinesischer Unternehmen sind inzwischen umfassend dokumentiert. Deshalb sollten bei hinreichenden Hinweisen betroffene chinesische Unternehmen nachweisen müssen, dass sie nicht von diesen unfairen Vorteilen profitieren“, sagt Richtberg.


















