Ausfuhren im Juli erneut gesteigert

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Bild: ZVEI e.V.

In den ersten sieben Monaten dieses Jahres kamen die aggregierten Branchenausfuhren insgesamt auf 162,9Mrd.€ – ein Plus von 9,7% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Auch die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Güter nach Deutschland legten im Juli deutlich zu. Sie stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 9,1% auf 24,2Mrd.€. Kumuliert von Januar bis Juli beliefen sich die Elektroimporte auf 169,3Mrd.€. Ihre Steigerungsrate von 7,9% lag auch hier niedriger als die der Exporte.

In den EU-Binnenmarkt – die mit Abstand größte Absatzregion – hat die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im Juli 2026 Waren im Wert von 12,1Mrd.€ geliefert – 15,8% mehr als im Vorjahresmonat. Zuwächse jenseits der 20-Prozent-Marke konnten bei den Lieferungen nach Belgien (+47,4% auf 667Mio.€), Tschechien (+42,6% auf 1,1Mrd.€), Schweden (+33,7% auf 467Mio.€), Portugal (+25,6% auf 251Mio.€) und Italien (+21,4% auf 1,2Mrd.€) verbucht werden.

In den ersten sieben Monaten dieses Jahres summierten sich die Elektroexporte in die EU auf 90,1Mrd.€, was einem Plus von 17,0% zum Vorjahreszeitraum entspricht. „Es ist das Geschäft mit dem gemeinsamen Binnenmarkt, welches das diesjährige Wachstum der Branchenausfuhren treibt“, so Gontermann. „Unterm Strich gehen fast 90% des gesamten Exportwachstums in den ersten sieben Monaten auf sein Konto.“

Auch die Elektroexporte in Länder außerhalb der EU legten im Juli zu: Sie stiegen um 8,1% auf 11,4Mrd.€. Hier gab es insbesondere bei den Ausfuhren nach Hongkong (+55,7% auf 252Mio.€), in die USA (+23,3% auf 2,7Mrd.€), nach Singapur (+22,8% auf 204Mio.€), Südkorea (+19,7% auf 300Mio.€), Japan (+18,2% auf 280Mio.€) und Malaysia (+17,9% auf 258Mio.€) zweistellige Anstiege.

Die Lieferungen nach Taiwan gingen dagegen zurück (-5,2% auf 272Mio.€). „Gleiches gilt für die Exporte nach China, die im Juli erneut um 10,8% auf 1,8Mrd.€ absackten“, sagte Gontermann. „Im Gegensatz zu den Lieferungen in die USA, die sich aufgrund des KI-Booms sowie der inzwischen statistisch weitgehend herausgewachsenen Zoll-Einmaleffekte erholen, entwickelt sich das Geschäft mit China weiterhin schwach.“ Von Januar bis einschließlich Juli 2026 exportierte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie Produkte im Wert von 72,8Mrd.€ in Drittländer außerhalb der EU (+2,4%).