
Indien entwickelt sich zu einem immer wichtigeren Partner des deutschen und europäischen Maschinen- und Anlagenbaus. Auf dem 15. VDMA Mechanical Engineering Summit in Pune betonte VDMA-Präsident Bertram Kawlath (Bild) die wachsende strategische Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Europa und Indien. „Indien und Europa können eine der prägenden Industriepartnerschaften des kommenden Jahrzehnts bilden“, sagte Kawlath. „Indien steht für Dynamik, unternehmerische Energie und einen beeindruckenden industriellen Ehrgeiz. Europa steht für Technologieführerschaft, hervorragende Ingenieurskunst und jahrzehntelange industrielle Erfahrung. Diese Stärken konkurrieren nicht miteinander, sondern ergänzen sich.“
Rund 600 VDMA-Mitgliedsunternehmen sind heute in Indien aktiv; produzieren oder entwickeln vor Ort und liefern Kundenservice. Indien gewinnt für die Unternehmen nicht nur als Absatzmarkt an Bedeutung, sondern zunehmend auch als Investitions-, Innovations- und Produktionsstandort. Zugleich suchen viele Unternehmen nach Möglichkeiten, ihre Lieferketten breiter aufzustellen und ihre Abhängigkeiten von China zu reduzieren. Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheiten gewinnt Indien damit auch für die Resilienz globaler Wertschöpfungsketten an Bedeutung. Die positiven Perspektiven spiegeln sich in den Erwartungen der Unternehmen wider. In der jüngsten VDMA-Konjunkturumfrage für Indien rechneten 65% der befragten lokalen Maschinenbaufirmen mit steigenden Auftragseingängen, 56% erwarteten eine weitere Verbesserung ihrer Geschäftslage. Gleichzeitig legten die deutschen Maschinenexporte nach Indien im ersten Halbjahr 2026 um 11% auf 2,2Mrd.€ zu.














