Abschirmung direkt am Übergang

Bild 1 | Die SKL-Schirmklammern verbinden den Kabelschirm mit dem Massepotenzial und sorgen für eine sichere Ableitung hochfrequenter Störströme.
Bild 1 | Die SKL-Schirmklammern verbinden den Kabelschirm mit dem Massepotenzial und sorgen für eine sichere Ableitung hochfrequenter Störströme.Bild: Icotek GmbH & Co. KG

Icotek ist ein Engineering- und Fertigungsunternehmen mit Sitz in Eschach, Baden-Württemberg, das seit 1995 spezialisierte Lösungen für das industrielle Kabelmanagement entwickelt, produziert und vertreibt. Das Unternehmen konzentriert sich auf Kabeleinführungen, teilbare Kabelverschraubungen und EMV-Komponenten für den Schaltschrank-, Maschinen- und Gerätebau. Zum Portfolio gehören patentierte Systeme zur Einführung, Führung und Zugentlastung von Leitungen mit oder ohne Stecker. Mit Produkten, die auch extremen Belastungen durch Wasser, Staub, Vibrationen oder Temperaturen standhalten, sorgt Icotek für die Zuverlässigkeit von elektrischen, pneumatischen und hydraulischen Leitungen auch in anspruchsvollen Industrieumgebungen. Eine besondere Herausforderung stellt die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) von Geräten und Systemen dar. Das Unternehmen bietet verschiedene Lösungen zur Abschirmung an, die leicht integrierbar, zuverlässig und robust sind, etwa SKL-Schirmklammern und EMV-KEL-Kabeleinführungsleisten und -Kabelverschraubungen.

Bild 2 | Die SKL-Schirmklammern sind wartungsfrei und in vielen Montagevarianten erhältlich, unter anderem für Hutschienen 
in Schaltschränken.
Bild 2 | Die SKL-Schirmklammern sind wartungsfrei und in vielen Montagevarianten erhältlich, unter anderem für Hutschienen in Schaltschränken.Bild: Icotek GmbH & Co. KG

Die Herausforderung: Sichere Maschinen

Mit wachsender Automatisierung nehmen elektromagnetische Störungen in Anlagen zu. Servoantriebe, Frequenzumrichter und schnelle Datenleitungen erzeugen Felder und Störströme, die andere Komponenten beeinflussen können. Kritisch wird das oft erst nach der Inbetriebnahme. Ein typischer Fall sind z.B. interferierende Signale von Industrieanlagen: Eine neue Maschine mit umrichtergespeistem Antrieb wird neben einer bestehenden Anlage installiert. Plötzlich kommt es dort zu Fehlfunktionen. Ursache sind entweder feldgebundene Störungen, die in das Gehäuseinnere eindringen, oder schirmgebundene Störungen, die über den Leitungsschirm in das System übertragen werden. Sind Schirme nicht niederohmig und großflächig mit Masse verbunden, gelangen Störströme bis in die Steuerung. Die Folgen reichen von Kommunikationsfehlern bis zum Anlagenstillstand.

Bild 3 | Die Kabeleinführung EMV-KEL bietet bei 
sowohl bei schirm- als auch bei feldgebundenen 
Störungen eine effektive Möglichkeit zur Ableitung.
Bild 3 | Die Kabeleinführung EMV-KEL bietet bei sowohl bei schirm- als auch bei feldgebundenen Störungen eine effektive Möglichkeit zur Ableitung.Bild: Icotek GmbH & Co. KG

Störungen direkt am Eintrittspunkt ableiten

Die Lösung von Icotek besteht darin, elektromagnetische Störungen gar nicht erst in die Anlage hineinzulassen, wie Michael Bär, Leiter des Produktman-agements, erklärt: „Wir verlagern die EMV-Funktion bewusst an den Gehäusedurchtritt, also an eine der kritischsten Stellen der Anlage. Mit EMV-Kabeleinführungen und Schirmklammern mit 360-Grad-Kontaktierung schaffen wir eine saubere und reproduzierbare Schirmanbindung genau dort, wo Leitungen in den Schaltschrank oder in Geräte eingeführt werden.“ Der Einsatz dieser Lösungen reduziert Störungen im Betrieb und vereinfacht die Fehlersuche. Zugleich wird die Einhaltung relevanter EMV-Anforderungen unterstützt, was wiederum hilft, Ausfälle zu vermeiden und die Anlagenverfügbarkeit zu erhöhen.

Bild 4 | Icotek setzt mit seinen EMV-Lösungen dort an, wo Störströme in Systeme eindringen oder sich ausbreiten, am Kabelschirm, an der Schrankdurchführung und am Potenzialausgleich.
Bild 4 | Icotek setzt mit seinen EMV-Lösungen dort an, wo Störströme in Systeme eindringen oder sich ausbreiten, am Kabelschirm, an der Schrankdurchführung und am Potenzialausgleich.Bild: Icotek GmbH & Co. KG

Schirmklammern: großflächig, vibrationssicher, wartungsfrei

Eine zentrale Produktgruppe sind die SKL-Schirmklammern. Sie verbinden den Kabelschirm mit dem Massepotenzial und sorgen für eine sichere Ableitung hochfrequenter Störströme. Entscheidend ist dabei nicht nur die Verbindung an sich, sondern ihre Qualität: kurze Anbindung, geringer Übergangswiderstand, hoher Anpressdruck und eine möglichst große Kontaktfläche. „Unsere SKL-Schirmklammern erreichen durch ihre Konstruktion eine bis zu 50 Prozent größere Kontaktfläche als herkömmliche Federklemmen. In Verbindung mit dem konstanten Federdruck bleibt die Schirmkontaktierung auch unter Vibrationsbelastung dauerhaft stabil,“ so Michael Bär. Die Klammern sind wartungsfrei und in vielen Montagevarianten erhältlich, etwa für Direktmontage, Hutschiene, Sammelschiene oder C-Schiene. Sie decken unter anderem auch große Klemmbereiche ab, daher kann die Anzahl an unterschiedlichen Ausführungen reduziert werden. Alternativ zu den SKL-Schirmklammern bietet Icotek klassische Schirmklemmen mit einer großen Vielfalt an Baugrößen und Montagemöglichkeiten an. Je nach Ausführung lassen sich EMV-Schirmanbindung und Zugentlastung in einem Bauteil kombinieren. Das spart Platz und vereinfacht die Montage, etwa im Schaltschrankbau oder bei Profinet-Anwendungen. Wenn auf engem Raum eine große Zahl von Leitungen sicher abgefangen werden muss, bieten die EMV-Reihenfüße RLF und RLFZ eine effiziente Lösung. Mit dem EMV-Konfigurator lässt sich die Bestückung passend zur jeweiligen Anwendung zusammenstellen. Den individuell ausgelegten Reihenfuß fertigt und bestückt Icotek anschließend kundenspezifisch.

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