Elektroexporte wachsen etwas langsamer

2026 07 22 a exporte importe
Bild: ZVEI e.V.

In den gesamten ersten fünf Monaten summierten sich die aggregierten Branchenexporte ins Ausland damit auf 113,0Mrd.€ – ein Plus von 7,5% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Güter nach Deutschland stiegen im Mai um 3,8% gegenüber Vorjahr auf 21,8Mrd.€. Von Januar bis Mai erzielten die Elektroimporte einen Wert von 117,5Mrd.€ (+5,2%). Die Branchenlieferungen in den EU-Binnenmarkt wuchsen im Mai zweistellig und damit weiter überproportional: Sie erhöhten sich zum Vorjahresmonat um 11,7% auf 11,2Mrd.€.

Insbesondere die Elektroexporte nach Tschechien zogen mit einem Plus von 41,7% auf 1,2Mrd.€ äußerst kräftig an. Auch die Ausfuhren nach Schweden (+20,6% auf 483Mio.€), Polen (+17,7% auf 1,2Mrd.€), in die Slowakei (+17,2% auf 270Mio.€), nach Italien (+13,4% auf 1,0Mrd.€), Rumänien (+13,3% auf 515Mio.€) und Spanien (+12,4% auf 888Mio.€) konnten zweistellige Zuwächse verzeichnen. Während die Lieferungen in die benachbarten Niederlande (+9,7% auf 1,3Mrd.€), nach Belgien (+7,8% auf 482Mio.€), Ungarn (+5,5% auf 667Mio.€), Frankreich (+4,7% auf 1,2Mrd.€), Österreich (+4,3% auf 850Mio.€) und Portugal (+1,7% auf 209Mio.€) ebenfalls über Vorjahr rangierten, fielen die Ausfuhren nach Dänemark deutlich geringer aus (-16,4% auf 238Mio.€). Im Gesamtzeitraum von Januar bis Mai summierten sich die deutschen Elektroexporte in die EU auf 62,8Mrd.€, womit sie ihren Vorjahreswert um 15,4% übertrafen.

Die deutschen Elektroausfuhren in Länder außerhalb der EU reduzierten sich im Mai gegenüber Vorjahr um 3,9% auf 9,5Mrd.€. „Verantwortlich hierfür waren nicht zuletzt die rückläufigen Exporte in die beiden größten Einzelabnehmerländer der Branche“, sagte Gontermann. „So sanken die Lieferungen in die USA nach ihrer zwischenzeitlichen Erholung im April jetzt erneut, wenn auch nur leicht um 1,1% auf 2,0Mrd.€. Gleichzeitig nahmen die Ausfuhren nach China um deutliche 14,3% auf 1,7Mrd.€ ab.“ Demgegenüber wurden Zuwächse bei den Ausfuhren nach Hongkong (+15,2% auf 191Mio.€), Malaysia (+15,1% auf 225Mio.€), Japan (+7,7% auf 232Mio.€) und Brasilien (+6,0% auf 150Mio.€) vermeldet.

Abwärts ging es im Mai im Geschäft mit Singapur (-1,9% auf 152Mio.€), der Türkei (-2,1% auf 314Mio.€), der Schweiz (-2,8% auf 674Mio.€), Mexiko (-7,6% auf 261Mio.€), UK (-8,3% auf 714Mio.€) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (-9,0% auf 160Mio.€). Die Lieferungen nach Südkorea (-11,7% auf 241Mio.€) und Taiwan (-29,0% auf 226Mio.€) fielen zweistellig. Von Januar bis Mai lieferte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie in Drittländer außerhalb der EU insgesamt nur etwas weniger als im Vorjahreszeitraum (-0,4% auf 50,2Mrd.€).