
Im ersten Halbjahr wurden in Deutschland Windenergieanlagen (WEA) an Land mit einer Leistung von 2.363MW in Betrieb genommen. Das entspricht einem Wachstum von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum 30. Juni waren in Deutschland Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 69.952MW an Land am Netz. Damit wurde fast ein Viertel der Stromversorgung Deutschlands bereitgestellt. In dem Zeitraum wurden 9,1GW neue Windenergieleistung genehmigt. Insgesamt liegt das Volumen an genehmigten Projekten damit bei 48,1GW. Davon haben rund 19GW noch keinen Zuschlag. Diese Zahlen sind das Ergebnis der Auswertung der Fachagentur Wind und Solar im Auftrag von Bundesverband WindEnergie (BWE) und VDMA Power Systems.
Bärbel Heidebroek, Präsidentin Bundesverband WindEnergie (Bild): „Die Windenergie an Land ist das Rückgrat der deutschen Stromversorgung und leistet trotz zahlreicher politischer Herausforderungen einen unverzichtbaren Beitrag für unser Energiesystem. Mit dem dringend erforderlichen Kabinettsbeschluss zur Novelle des EEG und zum Netzanschlusspaket steht die Energiepolitik nun vor einer entscheidenden Weichenstellung. Die Branche sieht mit Sorge, dass die aktuellen Gesetzesentwürfe nicht für die investitionssicheren Rahmenbedingungen sorgen, die für den weiteren Erfolg der Onshore-Windenergie notwendig sind. Die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums drohen, den Ausbau der Windenergie empfindlich auszubremsen und so Deutschlands fossile Abhängigkeit zu zementieren. Das ist angesichts wiederkehrender Energiekrisen und steigendem Strombedarf Politik gegen die Interessen des Industriestandorts und der Bevölkerung. Wir fordern umfassende Korrekturen an den Gesetzesvorhaben, damit die Windenergie auch über 2026 hinaus einen starken Beitrag für das Erreichen der deutschen Energie- und Klimaziele leisten kann.“


















