
Die wertmäßigen Auftragseingänge in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie haben auch im August zweistellig zugelegt. Insgesamt übertrafen sie ihren entsprechenden Vorjahreswert um 17%. „Treibende Kraft hinter der regional wie sektoral insgesamt breit angelegten Nachfrage-Entwicklung war nicht zuletzt erneut der IKT-Bereich“, sagte Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt. Aus dem Inland gingen im August 19,1% mehr Neubestellungen ein als noch im gleichen Monat 2025. Gleichzeitig erhöhten Auslandskunden ihre Orders um 15,3%. Hier kamen die Impulse von außerhalb des Euroraums (+22,4%). Die Aufträge aus dem gemeinsamen Währungsraum stiegen nur leicht (+1,0%). In den aussagekräftigeren gesamten ersten acht Monaten haben die Bestellungen ihren Vorjahreswert damit um 13,1% übertroffen. Auch hier zogen die Inlandsaufträge mit +17,5% wiederum stärker an als die Orders aus dem Ausland. Letztere konnten um 10% zulegen (Eurozone: +8,1%, Drittländer: +10,9%).
Die reale, sprich: preisbereinigte Elektroproduktion in Deutschland ist im August um 4,5% gegenüber Vorjahr gestiegen. „Es war der bislang höchste Zuwachs im laufenden Jahr, der die zusammengenommene Entwicklung von Januar bis August jetzt auf ein Plus von 1,1% gehievt und damit weiter an unsere Zwei-Prozent-Prognose fürs Gesamtjahr herangerückt hat“, so Gontermann.
Mit 18,6Mrd.€ übertraf der nominale Umsatz der deutschen Elektro- und Digitalindustrie im August seinen Vorjahreswert um 11%. Die Inlandserlöse erhöhten sich dabei um 9,6% und die Auslandsumsätze um 12,1%. Besonders dynamisch entwickelten sich im August die Geschäfte mit Drittländern, die um 15,8% zulegen konnten. Die Erlöse mit Kunden aus dem Euroraum zogen moderater an – um 5,7%. Kumuliert von Januar bis August belief sich der aggregierte Branchenumsatz auf 153,9Mrd.€ und lag damit um 6,2% über seinem Vorjahreswert. Dabei wurden 72,5Mrd.€ (+7,2%) mit Geschäftspartnern im Inland und 81,5Mrd.€ (+5,3%) mit solchen im Ausland erwirtschaftet. Die Umsätze mit dem Euroraum legten um 4,5% zu, während die Geschäfte mit Drittländern zwischen Januar und August um 5,8% wuchsen.
Die Zahl der Beschäftigten in der heimischen Elektro- und Digitalindustrie lag zuletzt bei 864.800 beziehungsweise 1,4% niedriger als vor einem Jahr. 11.200 arbeiten kurz.















