Lösungen für explosionsgefährdete Bereiche der Zonen 1/21 und 2/22
Standardisierte und kundenspezifische Remote-I/O
Der Einsatz von elektrischen Komponenten in explosionsgefährdeten Bereichen erfordert Lösungen, die neben allen notwendigen Zertifizierungen auch zuverlässigen Schutz bieten. Durch die jahrzehntelange Erfahrung in diesem Umfeld erfüllen die Remote-I/O-Lösungen von Pepperl+Fuchs die strengen Anforderungen nachweislich. Durch Expertenwissen und hochwertige Komponenten sind sowohl die Standardausführungen als auch die kundenspezifischen Lösungen schnell einsatzbereit und können in eine Vielzahl an Applikationen integriert werden.
Bild 1 I Pepperl+Fuchs Remote-I/O Systeme
Bild 1 I Pepperl+Fuchs Remote-I/O SystemeBild: Pepperl+Fuchs SE

Die geeignete Lösung zu finden ist nicht immer einfach, jedoch möglich, sofern die Beratungsleistung stimmt. Denn zu Beginn eines Projekts gibt es häufig lediglich ein Lastenheft mit Anforderungen und Rahmenbedingungen. Darauf aufbauend gilt es eine für den Kunden sinnvolle Lösung zu konzipieren. Häufig ist in dieser Phase Projekterfahrung Trumpf. Denn wer die jeweilige Branche gut kennt und viele Anwendungen gesehen hat und konzipiert hat, kann am besten evaluieren, welche Lösung für den Kunden im jeweiligen Fall die geeignet ist. Die Produktexperten von Pepperl+Fuchs definieren anhand der Spezifikationen ihrer Kunden die Anforderungen und wählen eine für die Anwendung passende anschlussfertige Remote-I/O-Lösung aus. Das Ergebnis stellt eine Brücke zwischen analoger und digitaler Kommunikation in der Prozessautomation dar. Dabei sind die Remote-I/O-Systeme der FB-Serie (Zone 1/21) und LB-Serie (Zone 2/22) die Basis, um Feldgeräte mit analogen Schnittstellen wie 4 … 20 mA, NAMUR-Sensoren oder Magnetventile in die digitale Kommunikation des Leitsystems (DCS) einzubinden. Die Remote-I/O-Systeme werden auch dazu verwendet, Diagnose- und Konfigurationsdaten an andere Systeme wie z.B. das Anlagenmanagement zu übertragen, wodurch der volle Zugriff auf die Prozessleittechnik ermöglicht wird. Ein weiterer Vorteil ist die Unterstützung der Prozessoptimierung und von Wartungskonzepten, ohne dabei die Prozesssteuerung zu beinträchtigen. Konzipiert wurden beide Serien für den Einsatz in der Nähe von Sensoren in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 1 und Zone 2. Beide Systeme sind modular aufgebaut, wodurch sie sich für viele Einsatzbereiche eigenen.

Bild 2 | 
SR Gehäuse - 
Explosionsdarstellung
Bild 2 | SR Gehäuse – ExplosionsdarstellungBild: Pepperl+Fuchs SE

Eigenentwickelte Gehäuseserien für ein breites Einsatzfeld

Der Einsatz der Remote-I/O-Technologie in rauen Umgebungsbedingungen erfordert den Einbau des aus vier Komponenten bestehenden Systems (Backplane, Spannungsversorgung, E/A Module und Gateway) in ein geeignetes Gehäuse. Dieses sollte speziell für solche Anwendungen konzipiert sein, damit alle Anforderungen an den Explosionsschutz erfüllt werden. Zudem sollte der verfügbare Platz im Gehäuse bestmöglich ausgenutzt werden. In der fertigen Gehäuselösung von Pepperl+Fuchs lassen sich die Module einfach in die integrierte Backplane stecken, wodurch die Ex e- und Ex i-Signale zuverlässig kombiniert werden können. Das Unternehmen bietet für diese Lösungen zwei Gehäuseserien an, die speziell für den Einsatz in rauen Umgebungen entwickelt wurden. Die Gehäusereihen der GR- (Glasfaserverstärkter Kunststoff) und SR- (Edelstahl) Serie sind zertifiziert für den Einsatz von der Zündschutzarten Erhöhte Sicherheit (Ex e) und Eigensicherheit (Ex i) in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 1/21 und Zone 2/22. Im Zuge der Entwicklung der GR-Serie wurden eigens für den Einsatz von Remote-I/O Systemen Größen entwickelt, die die oben beschriebenen Voraussetzungen erfüllen. Neben der Auswahl an Größen, bietet die Gehäuseserie viele nützliche Features. Beispielsweise verfügen die Gehäuse über sehr robuste Scharniere, die auch beim häufigen Öffnen der schwereren Deckel von größeren Gehäusen nicht nachgeben. Dies garantiert, dass die am Deckel geschäumte Silikondichtung beim Wiederverschließen durchgehend an die vorgesehene Stelle gedrückt und der IP66-Schutz dauerhaft sichergestellt wird – und somit auch der Explosionsschutz. Auch die SR-Edelstahl-Gehäuseserie bietet aufgrund ihrer Modularität viele Vorteile für den einen Einsatz als Remote-I/O Gehäuselösung. Den Kunden ist es möglich, ihre spezifische Lösung aus einer Art Baukasten zusammen mit den Vertriebsspezialisten zu konzipieren. Beispielsweise ist es durch die flexible Montage von Scharnieren und Montagelaschen möglich, die Gehäuse entweder in horizontaler oder auch in vertikaler Ausrichtung zu montieren. Der Einsatz der Kabelverschraubungen kann individuell gestaltet werden. Diese lassen entweder direkt in einzelne Gehäuseseiten platzieren, oder der Kunde wählt eine Lösung mit Flanschplatten, die individuell bestücken werden können. Dabei kann jede Gehäuseseite mit je einer Flanschplatte versehen werden. Optionale Sicherheitsverschlüsse und Drehriegel bietet die Möglichkeit Lösungen mit Zugangsbeschränkungen zu versehen.

Bild 3 | Beispielhafte Standardlösung 
Zone 1 Remote-I/O System im GR Gehäuse
Bild 3 | Beispielhafte Standardlösung Zone 1 Remote-I/O System im GR GehäuseBild: Pepperl+Fuchs SE

Standardisierte und kundenspezifische Gehäuselösungen

Nicht jede Remote-I/O Lösung ist für lediglich eine spezifische Anwendung konstruiert, und nicht jede Lösung bedarf eines kundenspezifischen Engineerings. Die Erfahrung zeigt, dass sich bestimmte Rahmenbedingen immer wieder wiederholen. Deshalb unterscheidet Pepperl+Fuchs zwischen zwei unterschiedlichen Lösungsarten. Für Anwendungen, bei denen die Spezifikation lediglich von den zu verwendeten Modulen abhängt, haben die Ingenieure eine Reihe von standardisierten und komplett zertifizierten Paketlösungen entworfen. Aus diesen kann sich der Kunde ein passendes Gehäuse inklusive Backplane, Anschlussklemmen, Erdungsschiene und Kabelverschraubungen wählen. Die Entscheidung für eine bestimmte Größe hängt dann lediglich nur noch von der Anzahl der Slots für die Module und optionaler Redundanz ab. Die Lösungen sind durch den entfallenden Engineering- und Abstimmungsaufwand schnell einsatzbereit und können für eine Vielzahl von Applikationen zum Einsatz kommen. Die zweite Lösungsart umfasst die kundenspezifischen Lösungen. Hier gilt es Kundenprojekte zu begleiten und die Herausforderungen und Anforderungen des Einsatzortes zu berücksichtigen. Dabei stehen die Pepperl+Fuchs Solution Engineering Centers (SEC) den Anlagenbetreibern zur Seite und bieten ihnen maßgeschneiderte Lösungen, die auf die individuellen Anforderungen zugeschnitten sind.

Bild: Pepperl+Fuchs SE

Globaler Support aus weltweit vertretenen Solution Engineering Center

Der Vorteil der Pepperl+Fuchs Solution Engineering Center ist deren globale Präsenz. Verteilt über alle Kontinente sind Sie mit den lokalen Anforderungen vertraut und kennen die spezifischen Bedürfnisse der Prozessindustrie. Die Dienstleistungen basieren auf tiefem Insiderwissen, wodurch deren Inanspruchnahme die Auslagerung eigener Verantwortlichkeiten bedeutet. Dabei erhalten Kunden als Ergebnis weit mehr als Komponenten zur Aufrüstung von Anlagen und zur Überbrückung von Technologiegenerationen. Sie erhalten eine zertifizierte schlüsselfertige Lösung, die sich nahtlos in das bestehende Prozessleitsystem integrieren lässt, was mehr Kontrolle und erhöhte Systemtransparenz zur Folge hat.

Pepperl+Fuchs SE

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