
„Damit lagen die Branchenausfuhren seit geraumer Zeit auch absolut mal wieder höher als die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Güter nach Deutschland, die im gleichen Monat nur um 5,4% auf 21,1Mrd.€ anzogen“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. In den beiden ersten Monaten dieses Jahres erhöhten sich die aggregierten Elektrolieferungen ins Ausland um 6,6% auf 43,4Mrd.€. Die Importe rückten in diesem Zeitraum um 2,9% auf 44,7Mrd.€ vor.
„Haupttreiber der jüngsten starken Exportentwicklung war erneut der gemeinsame europäische Binnenmarkt“, so Gontermann. So legten die Ausfuhren der deutschen Elektro- und Digitalindustrie in den EU-Markt im Februar 2026 um ein Fünftel (+19,5%) auf 11,4Mrd.€ zu.
Außergewöhnlich hoch waren die Zuwächse im Geschäft mit Polen und Schweden – mit +39,2% auf 1,2Mrd.€ bzw. +30,4% auf 461Mio.€. Auch die Ausfuhren nach Rumänien (+26,5% auf 529Mio.€), Spanien (+26,0% auf 893Mio.€), Italien (+21,9% auf 1,1Mrd.€) und Tschechien (+21,8% auf 1,0Mrd.€) legten im Februar stark gegenüber Vorjahr zu.
Ebenfalls zweistellig wuchsen die Exporte in die Niederlande (+17,8% auf 1,3Mrd.€), nach Ungarn (+16,7% auf 718Mio.€), in die Slowakei (+14,9% auf 260Mio.€) und nach Dänemark (+13,1% auf 392Mio.€). Die Lieferungen nach Portugal (+9,9% auf 214Mio.€), Frankreich (+9,5% auf 1,3 Mrd.€), Österreich (+7,2% auf 869Mio.€) und Belgien (+ 3,5% auf 452 Mio.€) lagen im Februar ebenfalls im Plus.
In den ersten beiden Monaten dieses Jahres erreichten die deutschen Elektroexporte in die EU insgesamt einen Wert von 24,1Mrd.€ (+15,1%).
Die Branchenlieferungen in die Länder außerhalb der EU ließen im Februar hingegen nach: Wiederum gegenüber Vorjahr verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hier einen leichten Rückgang um 0,6% auf 9,9Mrd.€. Während die Elektroexporte in die Türkei (+27,9% auf 419Mio.€), nach Malaysia (+14,7% auf 231Mio.€), in die Schweiz (+13,7% auf 736Mio.€), nach Mexiko (+8,6% auf 292Mio.€), Südkorea (+1,6% auf 257Mio.€) sowie auch noch nach UK (+0,1% auf 842Mio.€) zulegen konnten, waren im Geschäft mit Singapur (-3,9% auf 155Mio.€), Hongkong (-14,6% auf 157Mio.€), dem diesjährigen Partnerland der Hannover-Messe Brasilien (-17,1% auf 134Mio.€), den Vereinigten Arabischen Emiraten (-19,3% auf 143Mio.€), Taiwan (-21,9% auf 242Mio.€) und Japan (-34,1% auf 248Mio.€) teilweise deutliche Rückgänge hinzunehmen.
„Die Lieferungen in die USA und nach China entwickelten sich im Februar erneut entgegengesetzt“, sagte Gontermann. „Während die Elektroexporte in die Vereinigten Staaten mit einem Minus von 11,6% auf 1,9Mrd.€ erneut rückläufig waren, konnten sich die Lieferungen ins Reich der Mitte weiter stabilisieren und hier um 3,0% auf 1,8Mrd.€ vorrücken.“
Im Zeitraum von Januar bis Februar schließlich gaben die Ausfuhren der deutschen Elektro- und Digitalindustrie in Drittländer insgesamt um 1,7% auf 19,3Mrd.€ nach.

















