Auftragsschub zur Jahresmitte

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Bild: ZVEI e.V.

Die Bestellungen von ausländischen Kunden gingen dagegen im Juni um 11,3% zurück. Die Auftragseingänge aus Ländern der Eurozone erhöhten sich im Juni um 9,1%. Gleichzeitig fielen jene aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums um 19,1% zurück.

Für das gesamte erste Halbjahr verzeichnete die Branche ein Auftragsplus von 9,5% gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode. Hier war die Entwicklung ausgeglichener: Die Inlandsaufträge stiegen in diesem Zeitraum um 9,7%, die Auslandsaufträge um ähnlich hohe 9,4%. Auch die Bestellungen aus der Eurozone (+9,5%) und aus Drittländern (+9,3%) zogen mehr oder weniger gleich stark an.

Auch die preisbereinigte Elektroproduktion ist im Juni stark angestiegen: +9,3%. „Davon profitierte auch das Wachstum der realen Produktion im gesamten ersten Halbjahr, das jetzt auf 0,7% kam und damit wieder stärker in Richtung der fürs Gesamtjahr prognostizierten plus zwei Prozent rückte“, so Gontermann.

Die nominalen Erlöse der deutschen Elektro- und Digitalindustrie beliefen sich im Juni auf 21,1Mrd.€. Damit lagen sie 10,0% über ihrem Vorjahreswert. Die Inlandsgeschäfte stiegen um 13,8%, der Auslandsumsatz legte um 7,1% zu. Der Umsatz aus Geschäften mit der Eurozone (+10,2%) wuchs dabei etwa doppelt so stark wie der mit Drittländern (+5,4%).

Im gesamten ersten Halbjahr erhöhten sich die aggregierten Branchenerlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,6% auf 114,7Mrd.€. Hier kletterte der Inlandsumsatz um 6,0% (auf 53,9Mrd.€) und der Auslandsumsatz um 3,4% (auf 60,8Mrd.€). Geschäfte mit dem Euroraum (+4,2%) trugen wiederum stärker zum Wachstum bei als die mit Drittländern (+3,0%).

Zuletzt waren 865.000 Beschäftigte in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie tätig – 1,5% weniger als ein Jahr zuvor. 11.700 sind in Kurzarbeit. Das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie ist im Juli wieder gestiegen. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen merklich besser aus als im Vormonat.

Nach ihrem kräftigen Anstieg im Vormonat haben die spezifischeren Exporterwartungen im Juli allerdings wieder stärker nachgegeben – von +15 auf +5%. Unterm Strich blieben sie aber positiv.