
Die Energiekosten sind in der Produktion weiterhin ein entscheidender Faktor. Gleichzeitig wächst mit der Verbreitung von Elektrofahrzeugen die Zahl der Ladepunkte. Wie sich diese Ladeinfrastruktur intelligent in industrielle Gleichspannungsnetze integrieren lässt, hat das Konsortialprojekt DCI4Charge nun erfolgreich demonstriert: Die Batterien von Elektrofahrzeugen dienen als flexible Notfallreserve und helfen Lastspitzen abzufedern – ohne die Netzstabilität oder die Mobilität der Mitarbeitenden zu gefährden. Ein zentraler Anwendungsfall ist der DC Innovation Hub in der Weidmüller Akademie in Detmold. Dort wird ein Gleichstromnetz betrieben, in dem Strom aus erneuerbaren Quellen im DC-Verbund effizient integriert und jetzt auch mit Elektrofahrzeugen gespeichert und genutzt werden kann. „Gleichstromnetze bieten hier einen echten Effizienz- und Flexibilitätsgewinn, den wir im Projekt konsequent genutzt haben“, sagt Isabella Bianchini, Forschungsteamleiterin am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA.
Gemeinsam mit der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL), dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB sowie den Industriepartnern Ambibox, Eaton und Weidmüller wurden flexible Lösungen für das bidirektionale Laden in industriellen DC-Netzen entwickelt. Das Projekt wurde im April 2026 erfolgreich abgeschlossen.


















