Für dezentrale Steuerungsaufgaben

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Bild 1 | Rafi hat die die E-Box-Familie um XL-Tasterboxen mit bis zu sechs Betätigern vergrößert.
Bild 1 | Rafi hat die die E-Box-Familie um XL-Tasterboxen mit bis zu sechs Betätigern vergrößert. – Bild: Rafi GmbH & Co. KG

Den Maschinenschutzkäfig ent- und verriegeln, die Transportrampe sicher absenken, Material anfordern oder das Montageband stoppen – für viele solcher Anwendungen stellen dezentral installierte Befehlsgeräte und Not-Halt-Taster eine praktikable und wirtschaftliche Option dar. Um den Montageaufwand gering zu halten, hat Rafi kompakte Tasterboxen mit M12-Anschluss entwickelt. Die variantenreiche E-Box-Serie ist für Befehlsgeräte der Serie Rafix 22 FS+ ausgelegt und wahlweise als Plug&Play-fertige Bedieneinheit mit integrierten Leucht- und Not-Halt-Tastern oder als modularer Bausatz erhältlich, der sich kundenindividuell mit Betätigern nach Wahl bestücken lässt. Alle Größenvarianten stehen auch mit IO-Link-Schnittstelle zur Verfügung. Mit ihrer Gehäusebreite von 4cm orientiert sich die E-Box am Kantenmaß der gängigen 40mm-Profilschienen. Zur Befestigung dient ein Metallclip, der mit nur einer Schraube in der Profilschienennut fixiert wird. Anschließend lässt sich das Gehäuseoberteil einfach aufrasten. Bei Bedarf kann der Clip auch auf anderen Oberflächen montiert oder das Gehäuseunterteil in beliebiger Einbaulage mit M4-Schrauben direkt an Wand oder Decke befestigt werden.

 Mit der E-Box IO-Link lassen sich Befehlsgeräte in dezentralen Betriebsbereichen unkompliziert an Feldbus- oder Ethernet-Netzwerke anbinden.
Mit der E-Box IO-Link lassen sich Befehlsgeräte in dezentralen Betriebsbereichen unkompliziert an Feldbus- oder Ethernet-Netzwerke anbinden. – Bild: Rafi GmbH & Co. KG

Vergrößertes Angebot – mehr Optionen

Durch die Einführung der E-Box XL hat Rafi das Produktspektrum der kompakten Tasterboxen um 21 neue Varianten vergrößert. Damit entspricht der Hersteller dem Marktbedarf nach zusätzlichen Betätigern für komplexere Anwendungsbereiche. Neben den klassischen Ausführungen mit ein bis zwei Leuchttastern bzw. einem Not-Halt oder Not-Halt und Taster umfasst das Angebot nun auch Versionen mit oder für drei, vier, fünf und sechs Befehlsgeräte. Diese XL-Boxen sind sowohl in der Ausführung Modular zur kundenseitigen Bestückung als auch komplett vorgefertigt mit IO-Link-Anschluss erhältlich.

Bild 3 | Per Plug&Play können mit der E-Box 
IO-Link bis zu sechs Leuchttaster über nur einen Anschluss des IO-Link-Masters vernetzt werden.
Bild 3 | Per Plug&Play können mit der E-Box IO-Link bis zu sechs Leuchttaster über nur einen Anschluss des IO-Link-Masters vernetzt werden. – Bild: Rafi GmbH & Co. KG

Digitale Vernetzung bis ins Feld

Der Übertragungsstandard IO-Link hat sich zur unkomplizierten Vernetzung dezentraler Betriebsbereiche und ihrer einfachen Anbindung an bestehende Feldbus- oder Ethernet-Netzwerke insbesondere bei Maschinen- und Anlagenbauern bewährt. Mit dem feldbusunabhängigen Kommunikationsprotokoll für die Punkt-zu-Punkt-Anbindung von Sensoren und Aktoren lassen sich Anlagenbereiche ohne aufwendige Umrüstung schnell und kostengünstig digitalisieren. Der in der IEC-Norm 61131-9 definierte Standard verwendet ausschließlich bekannte und bewährte Anschlusstechnik. Ein IO-Link-System basiert auf einem IO-Link-Master und bis zu acht IO-Link-Devices wie Aktoren und binären/analogen Sensoren, die über ungeschirmte Standard-3-Leiter-Kabel sowie M12- , M8- oder M5-Stecker verbunden bzw. angeschlossen werden. Mess-, Diagnose- und Prozessdaten lassen sich ohne zusätzliche Verkabelung zwischen Leit- und Prozessebene übermitteln, da alle etablierten Feldbusse ein IO-Link-Gateway integrieren. Im IO-Link-Master gespeicherte IO-Link-Geräteparameter reduzieren den Serviceaufwand erheblich. Nach einem Geräteaustausch ist keine erneute Parametrierung erforderlich, weil der IO-Link-Master die verbundenen Devices automatisch erkennt und die gerätespezifischen Einstellungen selbstständig überträgt.

 Die schnell installierte, anschlussfertige E-Box M12 steht in verschiedenen Varianten mit einem oder zwei Rafix FS 22+-Befehlsgeräten zur Wahl.
Die schnell installierte, anschlussfertige E-Box M12 steht in verschiedenen Varianten mit einem oder zwei Rafix FS 22+-Befehlsgeräten zur Wahl. – Bild: Rafi GmbH & Co. KG

IO-Link in XL

Mit den XL-Varianten hat Rafi sein Angebot um 17 neue Tasterboxen mit IO-Link-Anschluss ausgebaut. Diese mit bis zu sechs Leuchttastern, optionalem Not-Halt sowie einer Ausführung mit Wahlschalter und Akustikgeber erhältlichen Tasterboxen werden einfach per Plug&Play an einen IO-Link-Master angeschlossen. Das Protokoll ermöglicht die digitale Ansteuerung, Funktionsüberwachung und bidirektionale Übertragung von Aktor- und Sensordaten aus dem Feld. Für sechs Leuchtaster wird lediglich ein Anschluss am IO-Link-Master benötigt. Die IO-Link-Schnittstelle entspricht der Version 1.1.4 und nutzt einen vierpoligen, A-kodierten M12-Anschluss für eine einfache Montage und Inbetriebnahme auch durch ungeschultes Personal. Dabei beugt die IO-Link-Geräteidentifikation möglichen Installationsfehlern vor, da falsch verbaute Geräte automatisch an die Steuerung gemeldet werden. Die Leuchtdrucktaster, die dank integriertem Micon 5 Kurzhubtaster ein prägnantes taktiles Feedback aufweisen, lassen sich remote über IO-Link unter anderem in RGB-Beleuchtung, Blinkfunktionen, Nachtmodus, Lautstärke und Tonmodi parametrieren. Als weitere Schnittstellen sind ein Not-Halt-Anschluss im M12-Format sowie optional eine zusätzliche M12-Buchse für die Anbindung ergänzender Sensoren und Aktoren integriert. Alle Varianten der E-Box XL IO-Link halten Temperaturen von -30 bis +60°C stand, erreichen die Schutzart IP65 und sind CE sowie UL-zertifiziert.

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