Deutscher Maschinenbau 2030: KI entscheidet über Zukunft der Branche

PwC AI Maschinenbau
Bild: PwC PricewaterhouseCoopers AG

Produktion, Qualitätssicherung, Materialhandling oder Wartung: Der Anteil der Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau, die kritische Prozessschritte wie diese automatisieren, wird sich bis 2030 nahezu verdreifachen – im Median von 18% auf 50%. Das ist eine zentrale Erkenntnis des aktuellen Global Industrial Manufacturing Sector Outlook, für den PwC mehr als 400 Führungskräfte weltweit befragt hat, darunter auch 50 aus Deutschland. Die Studie verdeutlicht, an welchem entscheidenden Wendepunkt sich die Branche derzeit befindet.

Der Global Industrial Manufacturing Sector Outlook zeigt erfolgreiche Strategien auf, durch die sich zukunftsfähige Unternehmen – in der Studie als Future-Fit-Companies bezeichnet – von ihren Wettbewerbern abheben. Weltweit gehören 20% zu dieser Gruppe der Vorreiter, in Deutschland sind es 14%. Sie investieren stärker als ihre Konkurrenz in KI, um ihr Wachstum zu unterstützen (54% gegenüber 45%). Sie setzen deutlich intensiver neue Technologien ein, sowohl im Produktdesign (46% gegenüber 34%) als auch in der Fertigung (37% gegenüber 28%). Und sie weisen insgesamt einen fast doppelt so hohen Automatisierungsgrad auf (im Median 29% gegenüber 15%).

Deutscher Maschinenbau 2030: KI entscheidet über Zukunft der Branche Die Studie zeigt: Deutsche Unternehmen haben das Potenzial erkannt. Automatisierungstechnologien (56%; global 49%) und KI (52%; global 53%) stehen für sie ganz oben auf der Liste der wichtigsten Technologien zur Erreichung strategischer Ziele. Der Handlungsdruck ist hoch, denn die Produktivität im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist rückläufig. Laut dem PwC Maschinenbau-Barometer, einer vierteljährlichen Branchenbefragung, liegt die durchschnittliche Kapazitätsauslastung seit drei Jahren unter 90% – zuletzt sank sie auf 81%.