Hilfe, welche Normen gelten?

Eigene Norm für Leergehäuse

Für die leeren Gehäuse gibt es für den Anwendungsbereich der Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen eine solche eigene Norm, die DIN EN 62208 (Leer-gehäuse für Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen). Diese Norm ist hinter der Niederspannungs-Richtlinie gelistet und bildet die Grundlage für die Konformitätserklärung und die CE Kennzeichnung. Die Maschinen-Richtlinie und die EMV-Richtlinie sind für leere Schaltschränke nicht zu betrachten. Die Normen zur Sicherheit informationstechnischer Einrichtungen enthalten mit Ausnahme der DIN EN 60950-22 (Einrichtungen der Informat ionstechnik – Sicherheit Teil 22: Einrichtungen für den Außenbereich) keine Anforderungen an leere Gehäuse. Mit der Auswahl und dem Einsatz eines Leergehäuses nach DIN EN 62208 ist für die Anwendung im Rahmen der Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen bereits ein Großteil der Bauanforderungen der DIN EN 61439-1 erfüllt, wenn auch die Vorgaben des Gehäuseherstellers umgesetzt werden. Dies betrifft die Unterpunkte der „Festigkeit von Werkstoffen und Teilen“ sowie die „Schutzart von Gehäusen“, die ansonsten durch Prüfungen nachgewiesen werden müssten.

Verringerter Prüfaufwand

Durch diesen verringerten Prüfaufwand ergibt sich ein erhebliches Einsparpotenzial gegenüber selbstkonstruierten und selbstgefertigten Gehäusen. Wird die Konformitätserklärung des Leergehäuses in Verbindung mit den Herstellerdokumentationen zur Anwendung in die Anlagendokumentation übernommen, kann der Hersteller des fertig bestückten Schaltschrankes nachweisen, dass die beschriebenen Bauartanforderungen erfüllt werden. Im Einzelnen sind dies die Nachweise der Korrosionsbeständigkeit, der Eigenschaften von Isolierstoffen, des Anhebens, der Schlagprüfung sowie der Schutzart von Gehäusen. Besonders für die Groß-Schaltschränke der TS 8-Baureihe und des Nachfolgesystems VX25 hat Rittal bereits in der Vergangenheit mit einfallsreichen technischen Lösungen (bspw. die elektrische Direktkontaktierung von Gehäuseflächen zum Gehäuserahmen für den Potenzialausgleich / zur Schutzleiterverbindung) sowie umfangreichen ergänzenden Dokumentationen beachtliche Maßstäbe gesetzt. Zur Unterstützung bietet der Hersteller Montageanleitungen und ergänzende Broschüren zur Belastbarkeit der Gehäuseteile und wesentlicher Montage-Zubehörteile. Ebenso steht eine Broschüre zum Schutzleiteranschluss, zur Stromtragfähigkeit und Kurzschlussfestigkeit von Schutzleiterverbindungen und Systemzubehör zur Verfügung. Damit steht einer sicheren Anwendung wie auch der Dokumentation und dem Nachweis der Erfüllung der Schutzziele der verschiedenen Richtlinien nichts im Wege.

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www.rittal.de

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