Thyristorsteller der alten Generation

Die Mehrzahl der am Markt befindlichen Thyristorsteller vereinen maximal 2 Funktionen wie beispielsweise

  • • Phasenanschnitt
  • • Pulsweitenmodulation
  • • Pulspaketsteuerung
  • • Sanftanlauf
  • • Lastüberwachung
  • • Drahtbruchmeldung
  • • Netzausfallmeldung
  • • Nullpunktschaltung
  • • Bussteuerung

Da jedoch Prozesse und Anlagen zunehmend komplex werden – und damit auch eine präzise Regelung zunehmend wichtig ist – reichen die Funktionen vieler Steller häufig nicht aus. Dann müssen weitere Funktionen in Form von Zusatzmodulen nachgerüstet werden.

Diese kosten nicht nur Geld, sondern auch zusätzlichen Platz im Schaltschrank. Häufig benötigen Zusatzmodule sogar mehr Platz im Schaltschrank als der eigentliche Thyristorsteller.

Thyristorsteller der neuen Generation

Bis zu hundert Thyristorsteller kommen mittlerweile in modernen Streckblasanlagen zum Einsatz. Genauso viele sind es in Lackierstraßen in der Automobilproduktion, wo sie die Temperatur von Halogen- und Infrarotstrahlern regeln. Und in der Armaturenbrett-Fertigung kommt kommen im Bereich der Klebestellen-Anbringung immerhin rund sechzig Thyristoren zum Einsatz. Hier hat sich die Anzahl der sogenannten Haltepunkte für Airbags, Steckdosen etc. in den letzten Jahren nahezu verdreifacht. Ganz einfach deshalb, weil im Armaturenbrett heute mehr Funktionen stecken, als noch vor zehn Jahren. Die Haltepunkte werden im Schmelzverfahren angebracht. Dabei benötigt jedes Heizelement seinen eigenen Regler. Da wird es im Schaltschrank allmählich eng. Eine Lösung für dieses Dilemma bieten sogenannte all-in-one Thyristorsteller der neuesten Generation wie der SHP Steller von Systemtechnik Leber. Der Unterschied: hier wurden viele gängige Funktionen per Software in einem einzigen Gerät hinterlegt und können mittels DIP-Schalter vom Anwender ausgewählt werden. Sollte sich in der Projektierungsphase herausstellen, dass für ein optimales Ergebnis Parameter wie beispielsweise das Ansprechverhalten von Fehlermeldungen oder die Kennlinie des Softstarts geändert werden müssen, kann dies durch Änderung der Firmware erfolgen. Diese Änderung wird anschließend für die Serienproduktion übernommen. Plug&Play ersetzt aufwändige Parametrierungsarbeiten – und der Anwender bezahlt folgerichtig auch nur die customized Funktionen. Schöner Nebeneffekt: die neuen all-in-one Thyristorsteller sind mit einer Breite von 22,5mm deutlich schmäler als herkömmliche Module – fast fünfzig Prozent Platzeinsparung sind im Schaltschrank möglich.

Fazit

Fertigungsprozesse in der Industrie sind in den letzten Jahren zunehmend komplex und anspruchsvoll geworden. Hinzu kommt, dass Verfahren und Methoden einem raschen Entwicklungsfortschritt unterliegen. Diesem müssen auch Thyristorsteller Rechnung tragen. Nicht nur im Hinblick auf ihre Größe, sondern auch durch intelligente Softwarelösungen, die eine problemlose Anpassung an neu hinzukommende Vorgaben oder Materialänderungen ermöglichen.