
Wie kam es eigentlich zur Zusammenarbeit zwischen Schneider Electric und Weidmüller?
Martin Koch: Schneider Electric und Weidmüller haben in verschiedenen Projekten immer wieder zusammengearbeitet und tun dies auch aktuell. Ich komme aus dem Bereich des Engineerings, Schaltschrankbaus und der Verdrahtung. Die Snap In-Klemme von Weidmüller stellt für mich eine Endentwicklung der Federklemme dar. Alle Probleme, die wir in der Vergangenheit in Zusammenhang mit der Federzugtechnik gesehen und diese daher nicht eingesetzt hatten, waren durch diese Neuheit beseitigt. Für mich war sehr schnell klar, dass wir in meinem Verantwortungsbereich, der Motorabgangstechnik, die Klemme implementieren müssen, weil diese so viel Mehrwert für die Kunden bietet, dass daran kein Weg vorbei geht.

In welchen Schneider Electric-Komponenten ist diese Technik denn implementiert?
Koch: Die Snap-In-Technik ist in unsere Motorschutzschalter und Schütze der TeSys Deca-Familie implementiert: genauer die TeSys Power GV2ME-Serie der Motorschutzschalter bis 32A, dreipolig mit Tasterbetätigung, die wir vorher in Federzugtechnik angeboten haben. Zudem die TeSys Deca Control – D Schütze, in der kleinsten Bauform mit 9A, und jetzt mit Snap In bis 32A.
Kannst Du uns die Hauptvorteile Eurer Komponenten mit der Snap-In-Technologie nennen?
Koch: Zum einen: Diese Klemme ist für mich die erste selbsterklärende Klemme auf dem Markt. Es ist nicht wie bei der Schraubtechnik, wo ich nicht weiß, welchen Schraubendreher ich verwenden muss, ob das ein Phillips- oder ein Posidrive-Kreuzschlitz oder ein kleiner Schlitzschraubendreher sein muss. Ich habe nicht, wie bei der Federzugklemme, zwei Löcher und weiß nicht, in welches Loch der Draht und in welches Loch das Werkzeug eingeführt werden muss, um die Klemme aufzuhebeln. Ich habe ein Loch, in das ich den Draht drücke, und dann klickt die Klemme vollautomatisch zu. Der zweite große Vorteil, der unmittelbar daran anknüpft: Der Draht wird ohne Werkzeug in die Klemme eingeführt, was die Verarbeitungszeit deutlich beschleunigt. Bei der Snap In-Klemme sparen wir bis zu sechs Minuten bei einem voll angeschlossenen Schütz im Vergleich zur Schraubtechnik und bis zu drei Minuten bei einem voll angeschlossenen Schütz im Vergleich zu Federzug- oder Push-In-Klemmtechnik. Das bedeutet bei einem großen Schaltschrank eine wirklich große Zeitersparnis. Der dritte Vorteil ist das Thema Ready to Robot. Es ist die erste Klemme, die von einem Roboter ohne Probleme verarbeitet werden kann – und dies ohne Werkzeugwechsel und immer mit der Gewissheit, dass der Draht fachgerecht eingeführt ist.

















