WSK-CEO Dr. Axel Zein erläutert, warum WSK KI in die Elektrokonstruktion integriert hat: Steigende technische Komplexität, mehr Normen und Dokumentationsaufwand sowie Fachkräftemangel lassen sich mit reiner Prozessoptimierung nicht mehr auffangen. Ziel sei deshalb, Produktivität und Qualität im Engineering gleichzeitig zu erhöhen.
WSK habe KI nicht als Zusatzfunktion, sondern als integralen Bestandteil der Plattform entwickelt – mit Transparenz, kontrollierbaren Ergebnissen und Datenhoheit beim Kunden, besonders dort, wo Normen und Haftung eine Rolle spielen. Von der Idee bis zur marktfähigen Lösung Electrics AI vergingen rund 18 Monate; der Hauptaufwand lag weniger in den Algorithmen als in der verantwortungsvollen Einbettung in reale Workflows. Externe Förderung gab es nicht, die Entwicklung erfolgte aus eigener Kraft und im engen Austausch mit Anwendern.
Als größte Herausforderungen nennt Zein die klare Abgrenzung, was KI leisten darf und was bewusst beim Menschen bleiben muss, sowie die Notwendigkeit sauberer, strukturierter Engineering-Daten. Aktuell bringt KI vor allem Nutzen durch Automatisierung repetitiver Aufgaben, Wissensnutzung und Unterstützung nachgelagerter Prozesse (z. B. Schaltschrankbau, Dokumentation). Perspektivisch sieht WSK agentenbasierte Workflows, in denen Ingenieure Ziele vorgeben und KI operative Schritte ausführt und Rückfragen stellt.
Bei der Akzeptanz beobachtet WSK: Skepsis sinkt schnell, sobald Anwender den praktischen Nutzen sehen und die Kontrolle beim Menschen bleibt. Regional gebe es Unterschiede – in den USA steht Produktivitätssteigerung im Fokus, in Deutschland/Europa eher Datensicherheit und Verlässlichkeit. WSK positioniert sich als Pionier mit einer „KI-nativen“ Elektroengineering-Plattform statt eines einzelnen KI-Features. Politisch wünscht sich Zein mehr Mut zur Transformation, weniger Detailregulierung und schnelleres Handeln bei Technologie, Bildung und Fachkräften.
* Diese Inhalte wurden mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler enthalten.
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Dr. Axel Zein über die Integration von KI in die Elektrokonstruktion
In 18 Monaten von der ersten Idee zur marktfähigen Lösung
Die Integration von künstlicher Intelligenz verspricht auch auf dem Gebiet der Elektrokonstruktion deutliche Produktivitätssteigerungen. WSCAD war hier im Herbst 2024 Pionier bei der Vorstellung einer entsprechenden Software. Im Gespräch mit SCHALTSCHRANKBAU erläutert WSCAD-CEO Dr. Axel Zein u.a. den Weg dorthin und die Akzeptanz, auf die eine solche Lösung in Deutschland, aber auch international stößt.
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Dr. Axel Zein: „Heute liegt der größte Nutzen von KI in der Automatisierung repetitiver Aufgaben, der Nutzung von vorhandenem Wissen und der Ableitung nachgelagerter Prozesse – etwa im Schaltschrankbau oder in der Dokumentation.“ – Bild: WSCAD GmbH
Herr Dr. Zein, vor rund eineinhalb Jahren sind Sie mit der ersten Version Ihrer Software Electrix AI auf den Markt gekommen. Im Bereich der Elektroplanung hat es damit relativ lange gedauert, bis künstliche Intelligenz eine Rolle spielte. Was war für WSCAD der Impetus, das Thema anzugehen?
Dr. Axel Zein: Der entscheidende Impuls war die Diskrepanz zwischen steigender technischer Komplexität und der Art, wie Elektrokonstruktion vielerorts noch betrieben wird. Wir sehen seit Jahren mehr Normen, mehr Varianten, mehr Dokumentation – aber kaum strukturelle Entlastung für die Ingenieure. Gleichzeitig verschärft sich der Fachkräftemangel. Irgendwann wird klar: Mit reiner Prozess-optimierung kommt man nicht mehr weiter. KI ist für uns kein Selbstzweck, sondern ein Hebel, um Produktivität und Qualität im Engineering gleichzeitig zu erhöhen.
Bild 2 | Ein Feature unter vielen bei der Software Electrix AI 2026 ist, dass sie die Dokumentation per KI in mehrere Sprachen übersetzen kann. – Bild: WSCAD GmbH
Wie sind Sie bei der Implementierung von KI in Ihre Software strategisch/organisatorisch vorgegangen, und wie lange hat es von der ersten Idee bis zu einer marktfähigen Lösung gedauert?
Wir haben sehr früh entschieden, KI nicht als Add-on zu behandeln, sondern als integralen Bestandteil unseres Engineering-Ansatzes. Das bedeutet: eigene Modelle dort, wo Regeln, Normen und Haftung eine Rolle spielen, und volle Kontrolle über die Ergebnisse. Von der ersten Idee bis zur marktfähigen Lösung vergingen rund 18 Monate. Ein großer Teil dieser Zeit floss nicht in Algorithmen, sondern in die Frage, wie KI verantwortungsvoll in reale Workflows eingebettet werden kann.
Gab es bei diesem Projekt irgendeine externe Unterstützung, etwa durch Wirtschaftsverbände oder andere Organisationen? Oder gibt es gar irgendeine Art der Innovationsförderung staatlicherseits?
Nein. Wir waren weltweit der erste E-CAD Anbieter der KI in die Software eingebaut hat. Die Entwicklung von Electrix AI ist vollständig aus eigener Kraft entstanden. Die Förderung von KI-Projekten kam erst, als wir sie bereits umgesetzt hatten. Das mag nicht der bequemste Weg sein, hat uns aber die nötige Geschwindigkeit und Unabhängigkeit gegeben. Der wichtigste Treiber war nicht Förderung, sondern der enge Austausch mit Anwendern, die sehr klar formuliert haben, wo ihnen im Alltag Zeit, Qualität und Nerven verloren gehen.
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