2. Konfektionierbare Steckverbinder

Neben umspritzten, vorkonfektionierten Leitungen mit Push-Pull-Schnellverriegelung sind auch frei konfektionierbare Steckverbinder mit Anschlusstechniken wie Push-Lock- oder Crimpanschluss vorhanden. Mit der Wahl verschiedener Leitungslängen und -qualitäten sorgt diese Vielfalt für eine flexible und individuelle Verdrahtung im Feld. Dabei hat sich die Push-Lock-Anschlusstechnik, auch bekannt als Federkraft- oder Hebelanschluss, gegen den Schraub- oder Schneidklemmenanschluss am Markt etabliert. Die Leiter werden anhand einer Schenkelfeder kontaktiert, die bei Nutzung einer Aderendhülse eine Konfektion nach dem Push-in-Prinzip ermöglicht. Die Adern lassen sich jedoch auch ohne Verwendung einer Ader-endhülse mit den blanken Litzen schonend klemmen, ohne dass einzelne Litzen brechen. Sichergestellt wird dies durch die an der Klemmkammer integrierten Hebel, die sich von Hand bedienen lassen. In geöffneter Hebelstellung ist die Klemmkammer vollständig geöffnet, sodass die blanken Litzen ohne Widerstand eingeführt werden können. Die Hebel sind in verschiedenen, standardisierten Farben ausgeprägt. Damit ist nicht nur eine numerische, sondern auch eine farbliche Kennzeichnung für eine schnelle, korrekte und fehlerfreie Installation vorhanden, was Prozesskosten senken kann. So vereinen sich zwei werkzeuglose Konzepte in einem Steckverbinder. Denn weder die Installation mit Push-Pull noch die Konfektionierung mit Push-Lock erfordert spezielle Werkzeuge.

3. Geräteanschlüsse

Immer mehr Gerätehersteller integrieren Push-Pull-Rundsteckverbinderschnittstellen direkt in ihre Produkte. Das reduziert den Verdrahtungsaufwand und ermöglicht eine durchgängige werkzeuglose Verbindung ins Feld. Die Gerätesteckverbinder sind in verschiedenen Ausführungen mit der Push-Pull-Duokontur verfügbar. Neben Steckverbindern mit direkter Leiterplattenanbindung mittels SMT-, THR oder Wellenlötverfahren sind auch Steckverbinder mit Litzenabgang vorhanden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer direkten Integration in die Gehäusewand oder durch klassische Vorder- und Hinterwandmontagen. Durch die geräteseitige Duokontur lassen sich neben Push-Pull-Steckverbindern ebenso Schraubsteckverbinder einsetzen, um flexibel und uneingeschränkt auf die Zukunft vorbereitet zu sein.

4. Verteilerlösungen

Push-Pull-Verteiler sind ein zentraler Baustein für die Umsetzung modularer und strukturierter Topologien. Neben klassischen Y-/H- und T-Verteilern sind bei dezentralen Installationen mit einer hohen Verkabelungsdichte insbesondere Verteilerboxen unverzichtbar. Sie stellen eine übersichtliche und flexible Verdrahtung sicher. Um Anwendern dabei den größtmöglichen Nutzen zu bieten, basiert das Konzept neuer M12-Push-Pull-Verteilerboxen auf durchgängig werkzeuglosen Technologien: Neben der geräteseitig rückwärtskompatiblen Push-Pull-Duokontur überzeugt insbesondere die neue, steckbare Anschlusshaube. Sie lässt sich durch die integrierte Rastverriegelung schnell und sicher montieren – ganz ohne Werkzeugeinsatz. Rasthaken sorgen dabei für einen festen Sitz und ermöglichen gleichzeitig eine einfache Demontage im Wartungsfall. So lassen sich Serviceeinsätze effizient und mit geringen Stillstandszeiten durchführen. Ebenso erfolgt der Anschluss des Stammkabels werkzeuglos über Push-in-Leiterplattenklemmen – wahlweise als feste oder steckbare Variante. Neben selbstkonfektionierbaren Ausführungen sind auch Varianten mit Steck- oder Festkabelanschluss verfügbar, um hohe Flexibilität für unterschiedlichste Anwendungen zu bieten.

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