Besonderer Schwenkgriff mit wechselbaren Bausteinen

So bedeutsam der Brandschutz und die Sicherheit in Zügen sind, dürfen dennoch auch die Bedienbarkeit, Ästhetik und Zutrittskontrolle der Verschlusslösungen nicht zu kurz kommen. Gerade für die in Zügen häufig engen Durchgänge bietet sich der flachaufbauende Schwenkgriff aus pulverbeschichtetem Zink-Druckguss an. Ihn gibt es in einer Ausführung mit 167 mm Länge und einer kurzen Ausführung mit 89 mm Länge. Der Schwenkgriff steht nur 9 mm vor und besticht durch abgerundete Ecken. Somit eignet er sich vor allem auch für Fluchtwege und hat deutliche Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Griffen, die weiter in den Gang ragen und eine erhöhte Verletzungsgefahr darstellen. Ein zusätzlicher Vorteil: der einfache und schnelle Austausch des Schließmitteleinsatzes (Baustein) im eingebauten Zustand. Damit ist der Schwenkgriff universell einsetzbar. Je nach Einsatzzweck und bestehenden Anforderungen in puncto Sicherheit (Zutrittskontrolle) kann ein hochwertiger Schließzylinder oder auch eine einfache Vierkant-Betätigung gewählt werden. So bietet sich beispielsweise beim Zugang zum Maschinenraum oder Führerstand ein Profilhalbzylinder an, während für Schränke mit weniger wichtigem Inhalt wie Putzutensilien und damit einem geringeren Sicherheitslevel eine einfache Lösung völlig ausreicht. Bei speziellen Sicherheitsanforderungen kann der lange Griff mit einem DIN- oder KABA-Zylinder und einem Stangenschloss für die Anbindung an eine Mehrpunktverriegelung ausgestattet werden.

Mehrpunktverriegelung bietet hohen Bedienkomfort

Mit der Mehrpunktverriegelung lassen sich Schränke im Inneren des Zuges, aber auch Unterflurcontainer auf der Außenseite, die häufig schwer zugänglich sind, sicher verschließen. Aufgrund der zahlreichen Verschlusspunkte ermöglichen sie eine bestmögliche Verteilung der Schließkräfte. Die Verriegelung bietet einen hohen Bedienkomfort aufgrund des synchronen Schließvorgangs. Statt viele einzelne muss nur ein einziges Element betätigt werden, um beispielsweise die Tür eines Schaltschrankes oder den Deckel eines Unterflurcontainers zu verriegeln. Eine innen liegende, durchgehende Stange verbindet die einzelnen Verschlusspunkte miteinander und verhindert damit Verzögerungen oder Übersetzungsfehler beim Schließvorgang. Das Ergebnis sind eine hohe Zeitersparnis und ein Maximum an Sicherheit. Der Verschluss-Experte bietet dieses System mit und ohne Kompression sowie optional mit einer Eckumlenkung an. Durch den Einsatz der Mehrfachverriegelung mit Dreh-Spann-Funktion können die Dichtigkeit der Tür und der Bedienkomfort noch einmal gesteigert werden. Mit der von Emka entwickelten, optional einsetzbaren Eckumlenkung lässt sich das Verschluss-System auf mehrere Seiten erweitern. Diese zusätzlichen Verschlusspunkte im Querverbau sorgen für eine gesteigerte Sicherheit. Die Eckumlenkung ist sowohl in einer hybriden Bauweise aus Kunststoff/Zink-Druckguss als auch als ‚Wippe‘ aus verzinktem Stahl oder Edelstahl erhältlich und erfüllt damit selbst erhöhte Brandschutz-, Korrosions- und Sicherheitsanforderungen. Die Mehrpunktverriegelung ist schock- und vibrationsgeprüft und sowohl bei niedrigen als auch bei hohen Brandschutzanforderungen einsetzbar.

Fazit: für jeden Einsatzbereich das richtige Produkt

Bei der Auslegung von Schienenfahrzeugen gelten gesonderte Bestimmungen. Im Fokus steht die Fahrsicherheit, um Fahrgäste und Personal zu schützen – insbesondere auch im Falle eines Brandes. Nicht nur die Flammen und die Hitze, sondern auch der entstehende Rauch und die toxischen Gase stellen eine große Bedrohung dar. Je nach Sicherheitslevel müssen die Verschlüsse unterschiedliche Vorgaben und Normen erfüllen. Emka verfügt über ein großes Portfolio für den Schienenfahrzeugbau und kann für jede Anforderung das passende Produkt liefern – in der geeigneten Ausführung und mit dem passenden Material. Dazu gehören auch kundenspezifische Lösungen zum Tagesgeschäft. Alle Standard- wie auch Sonderprodukte stammen dabei zu über 92 Prozent aus eigener Produktion.

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