Nun gibt es ja für den Schaltschrankbau auf der einen Seite stationäre Drucker, aber auch mobile Lösungen, wie sie Brother in großer Vielfalt bietet. Wann kommen denn welche Varianten zum Einsatz?
Stationäre Lösungen kommen in erster Linie dann zum Einsatz, wenn eine große Anzahl an Schaltschränken systematisch in der Werkstatt beschriftet werden soll. Denn mit einem Tischgerät kann relativ schnell eine große Menge an Etiketten vorgedruckt werden, da diese eine höhere Druckgeschwindigkeit haben. Der Vorteil bei den mobilen Beschriftungslösungen, die wir bei Brother anbieten, ist, dass diese bei der direkten Montage vor Ort eingesetzt werden können. Sowohl für Service als auch Instandhaltung ist so eine nachträgliche Kennzeichnung vor Ort möglich, wenn beispielsweise einmal eine Beschriftung fehlt. Ist eine solche mobile Lösung nicht vorhanden, wird nicht selten ein handbeschriebenes Label aufgeklebt. Eine kleine Anekdote: Einer unserer Lagermitarbeiter ist gelernter Elektriker. Er erzählte, dass ein Altgeselle in seinem Ausbildungsbetrieb häufig einfach Klebeband benutzt und dies händisch beschriftet hätte. Dieser Altgeselle hätte meistens zwei oder drei Jahre später fluchend vor dem Schaltschrank gestanden, da er seine eigene Handschrift nicht mehr entziffern konnte bzw. die Schrift völlig verblichen war. Dementsprechend ist es natürlich wichtig, eine langfristige Kennzeichnung zu ermöglichen, und das ist gerade mit diesen Handgeräten eine wesentliche Vereinfachung.
Die Geräte kommen also mehr zur Nachetikettierung oder wenn eine Beschriftung schlecht lesbar geworden ist zum Einsatz …
Größtenteils. Natürlich können sie auch dann eingesetzt werden, wenn vor Ort ein komplett neuer Schaltschrank montiert wird. Denn unsere zugehörige Software, unter anderem die Pro Label Tool App, enthält verschiedene Vorlagen, mit der Techniker vor Ort die entsprechenden Etiketten DIN-Norm-gerecht ausdrucken können.
Gedruckt wird dann tatsächlich über die App?
Es kommt auf das Gerät an. Bei den Handgeräten P-Touch E310 und P-Touch E560 ist es möglich, direkt vom Gerät selbst zu drucken, da diese eine Tastatur beinhalten. Der Druck bei der neuen Cube Pro-Serie erfolgt hingegen über eine App.

















