Rückgang bei allen wichtigen Konjunkturindikatoren

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Bild: ZVEH

„Der konjunkturelle Abwärtstrend bei unseren Innungsbetrieben hat sich leider verstetigt, da wichtige Impulse ausbleiben“, bringt Alexander Neuhäuser, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), die Ergebnisse der aktuellen Frühjahrsumfrage der e-handwerklichen Organisation auf den Punkt. Sie zeigt: Die allgemeine Wirtschaftskrise in Deutschland wirkt sich weiterhin auch auf das größte Ausbau- und Klimahandwerk aus.

Grund für die Verschlechterung fast aller Konjunkturindikatoren ist unter anderem, dass der Neubau-Bereich sich nur langsam erholt und dass das Geschäftsfeld der Erneuerbaren Energien schwächelt. Das bietet Anlass zu Sorge: „Wer Wirtschaft und Energiewende gegeneinander ausspielt, hat nicht verstanden, dass die Energiewende ebenfalls ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist“, kritisiert der ZVEH-Hauptgeschäftsführer den aktuellen Kurs der Bundesregierung: „Ob es um den Aufbau Erneuerbarer Energien geht, um den Umstieg auf Elektromobilität oder um ein unmissverständliches Bekenntnis zu einem CO2-Preis statt Klein-Klein, Regulierung und Verboten – die Bundesregierung bleibt eine klare Handschrift in der Energiepolitik weiter schuldig und verunsichert damit Investoren in für die E-Handwerke wichtigen Geschäftsfeldern.“

Die unter 1.641 e-handwerklichen Betrieben durchgeführte Umfrage macht deutlich: Die aktuelle Geschäftslage wird etwas schlechter beurteilt als noch im Herbst 2025. Gaben damals noch 47,5% der Umfrageteilnehmer an, die Geschäftslage sei gut, sind es jetzt nur noch 44,9%. Gleichzeitig bewerten nun 13,7% ihre Situation als schlecht (Herbst 2025: 10,0%). Der Geschäftsklimaindex verdeutlicht diesen Stimmungsabschwung: Er sank von 68,8 Punkten im Herbst 2025 auf 65,6 Punkte. „Das ist, wenn man die Frühphase der Corona-Krise außer Acht lässt, der niedrigste Wert seit 2010“, so Alexander Neuhäuser: „Für die E-Handwerke als Zukunftsbranche ist das ein Alarmsignal.“

Die zunehmende Unsicherheit in den Betrieben schlägt sich auch auf die Zahl der offenen Stellen nieder – ebenfalls ein wichtiger Konjunkturindikator. Wie schon im Herbst, als 46,5% der Befragten offene Stellen vermeldeten, liegt die Einstellungsbereitschaft trotz absehbar anhaltend hohen Fachkräftebedarfs mit 46% erneut unter der 50-Prozent-Marke. Gleichzeitig weisen die Zahlen auf eine negative Beschäftigungsentwicklung hin. Einen Anstieg bei den Mitarbeiter/-innen verzeichneten im letzten halben Jahr nur noch 14% (Herbst 2025: 17,4%), bei 19,2% sank die Zahl hingegen (Herbst 2025: 20,3%).