
Im deutschen Maschinen- und Anlagenbau mehren sich die Stabilisierungssignale. Die Kapazitätsauslastung erreicht mit 85,4% den höchsten Wert seit zwei Jahren, die Umsatzprognose für das eigene Geschäft dreht leicht ins Positive, und auch die Margenaussichten verbessern sich. Für die Gesamtbranche erwarten die befragten Führungskräfte jedoch weiterhin sinkende Umsätze. Hoher Kostendruck bleibt das dominierende Wachstumshindernis. Zugleich zeigt die Erhebung ein deutliches Gefälle beim Aufbau digitaler Kompetenzen. Große Unternehmen setzen wesentlich stärker auf digitale Weiterbildung und Softwareentwicklung als kleinere Betriebe. Das geht aus dem aktuellen Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland hervor, für das vierteljährlich 150 Führungskräfte der Branche befragt werden.
Gut jeder fünfte Befragte blickt derzeit positiv auf die Entwicklung der deutschen Wirtschaft in den kommenden zwölf Monaten. Damit hat sich der Anteil der Optimisten binnen drei Monaten nahezu verdoppelt. Zwar rechnet die Hälfte mit einer negativen Entwicklung, allerdings sind das 12% weniger als im Vorquartal. Für die globale Konjunktur erwarten 29% eine Verschlechterung, nach 41% im Vorquartal. Ebenso viele blicken inzwischen optimistisch auf die globale Konjunktur. Die größte Gruppe bilden weiterhin die Unentschlossenen (39%).
Für das eigene Unternehmen rechnen die Befragten im Schnitt mit einem leichten Wachstum von 0,4%, nach -1,6% im Vorquartal. Für die Gesamtbranche prognostizieren die Führungskräfte dagegen weiterhin ein Minus von durchschnittlich 3,0%. Nur knapp jeder Dritte rechnet mit Wachstum, mehr als jeder Zweite mit einem weiteren Rückgang. Damit liegt die Umsatzprognose für die Gesamtbranche seit mehr als drei Jahren im negativen Bereich.
















