Aufträge für weltweite elektrische Prozess- automation wachsen 2015 weiter leicht

Aufträge für weltweite elektrische Prozess-
automation wachsen 2015 weiter leicht

„Für die weltweite elektrische Prozessautomation rechnen wir 2015 mit einem Plus von zwei bis drei Prozent bei den Auftragseingängen“, sagt Hans-Georg Kumpfmüller, Fachbereichsvorsitzender Messtechnik und Prozessautomatisierung im ZVEI-Fachverband Automation. Insgesamt werde sich das Wachstum der Bestellungen der globalen elektrischen Prozessautomation im Jahr 2015 damit auf einem geringeren Niveau als in den Vorjahren einpendeln. Für 2016 erwartet der ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie für die globale Messtechnik und Prozessautomatisierung ein Auftragswachstum, das sich nur noch leicht über der Null-Prozent-Marke bewegt. Derzeit treiben das weltweite Wachstum in der Prozessautomation vor allem die Geschäfte mit der Wasser- und Abwasserbranche, der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie der Pharmaindustrie. Die Auftragseingänge aus der Chemieindustrie stagnieren, weniger gut laufen auch die Geschäfte mit der Metall- und Hüttenindustrie. Vor allem der Öl- und Gasbereich – und dort insbesondere der Upstream-Bereich, also die Förderung und Produktion von Erdöl und Erdgas – schwächeln. „Das hat Auswirkungen auf die Prozessautomation. Nach wie vor entwickeln sich aber Instrumentierung und Prozessanalytik besser als die Leit- und Interfacetechnik“, so Kumpfmüller. Im zweistelligen Bereich legten im bisherigen Geschäftsjahr die Auftragseingänge in Südeuropa und im Mittleren Osten zu. In Nordamerika wuchsen sie laut ZVEI im hohen einstelligen Bereich.

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: HMS Industrial Networks GmbH / ©Gorodenkoff/shutterstock.com
Bild: HMS Industrial Networks GmbH / ©Gorodenkoff/shutterstock.com
Groß träumen, pragmatisch starten

Groß träumen, pragmatisch starten

Das Industrial Internet of Things (IIoT) bietet fantastische Aussichten: Maschinenbauer könnten z.B. über Fernzugriff schneller auf Probleme reagieren, Reisekosten sparen und damit Service günstiger anbieten, neue Geschäftsmodelle entwickeln oder höhere Kundenzufriedenheit generieren. Anlagenbetreiber wiederum würden von höheren Anlagenverfügbarkeiten, optimierten Prozessen und damit einhergehenden Energieeinsparungen sowie vom Support durch externe Experten u.v.m. profitieren. Und dennoch geht die praktische Umsetzung von IIoT nur zögerlich vonstatten. Bedenken gibt es bei Maschinenbauern, Anlagenbetreibern und im Management gleichermaßen. Ließen sich diese durch einfach zu integrierende aber zugleich sichere Lösungen vertreiben, entstünde eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Wie kann das gelingen? Der erfolgreiche Weg zur IIoT-Integration lautet: Groß träumen, pragmatisch starten.

Bild: Schneider Electric GmbH
Bild: Schneider Electric GmbH
Öffnet die Systeme

Öffnet die Systeme

Die Digitalisierung nimmt auch im Schaltanlagenbau Fahrt auf. Im Interview mit dem SCHALTSCHRANKBAU erläutert Markus Hettig, Vice President Building Business bei Schneider Electric, welche aktuellen Herausforderungen sich dadurch lösen lassen und wie sich Betriebe diesem Thema am besten widmen sollten. Zudem verrät er uns, warum für sein Unternehmen das Engagement auf offenen Plattformen so wichtig ist.

Bild: Wago GmbH & Co. KG
Bild: Wago GmbH & Co. KG
Gemeinsame Sprache

Gemeinsame Sprache

Wer heute einen Blick auf die Entwicklung und Nutzung von Daten in den vergangenen fünf Jahren wagt, stellt fest, dass sowohl deren Umfang, Qualität und Verwendung rasant zugenommen haben. So hat sich allein in den vergangenen zehn Jahren das weltweite Datenaufkommen verzehnfacht. Bis 2025 ist eine weitere Verdreifachung des aktuellen Niveaus zu erwarten. Auch die Beschreibung von Objekten durch Daten wird immer präziser. Um dieses Datenaufkommen und den Datenaustausch effizient und fehlerfrei beherrschen zu können, sind Datenstandards unumgänglich.