Darüber hinaus gehen wir mit unseren Project Solutions einen Schritt weiter. Gemeinsam mit dem Kunden klären wir, welche Daten wirklich relevant sind. Auf dieser Basis realisieren wir ganzheitliche Lösungen, von der Planung über die Inbetriebnahme bis hin zur Schulung und zum laufenden Betrieb.
Haben mit dem Ausbau der regenerativen Energien Phänomene wie Flicker, Überströme oder Oberschwingungen und damit potenzielle Störungen zugenommen?
Hilbig: Ja, die klassischen Netze gehören zunehmend der Vergangenheit an. Der Ausbau regenerativer Energien ist ein Faktor, aber nicht der einzige. Auch moderne Verbraucher und veränderte Netzstrukturen stellen neue Anforderungen an die Netzqualität.
Insbesondere Themen wie elektromagnetische Verträglichkeit und Störsicherheit gewinnen deutlich an Bedeutung. Das gilt sowohl für die Erzeuger als auch für die Verbraucherseite. Diese Entwicklungen machen eine kontinuierliche Überwachung der Netzqualität unverzichtbar.
In welche Richtung werden sich Energiemanagement und Energiemonitoring weiterentwickeln? Welche Features wären noch wünschenswert und denkbar, die bisher nicht implementiert sind?
Hilbig: Wir sind überzeugt, dass Software und ganzheitliche Lösungsansätze die zentralen Treiber der kommenden Jahre sein werden. Hochwertige Hardware bleibt die notwendige Basis, reicht allein jedoch nicht aus, um komplexe Anlagen effizient zu betreiben.
Der eigentliche Mehrwert entsteht durch die intelligente Auswertung der Messdaten. Anwender sollten sich nicht mühsam in komplexe Zusammenhänge einarbeiten müssen. Stattdessen sollten Systeme automatisch die relevanten Informationen liefern und konkrete Handlungsempfehlungen ermöglichen. Energiemonitoring entwickelt sich damit zunehmend zu einem Werkzeug für fundierte Entscheidungen.

















