Exporte stagnieren zuletzt

ZVEI exporte importe
Bild: ZVEI e.V.

Nach ihrem moderaten Rückgang im Januar stagnierten die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie im Februar mehr oder weniger. So lag ihr Wert mit 19,5Mrd.€ lediglich um 0,3% höher als ein Jahr zuvor. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres kamen die aggregierten Branchenlieferungen ins Ausland damit zusammengenommen auf 40,9Mrd.€ – ein leichtes Minus von 0,8% gegenüber dem entsprechenden Zeitraum 2024. „Gegenüber dem deutlich stärkeren Rückgang der Ausfuhren im vergangenen Jahr hat sich das Exportgeschäft damit zuletzt stabilisiert, obgleich dies vor dem Hintergrund des Zickzack-Kurses insbesondere der US-amerikanischen Zölle seit spätestens Anfang April allerdings nur eine Momentaufnahme sein könnte“, sagt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.

Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland erhöhten sich im Februar um 2,3% gegenüber Vorjahr auf 20,0Mrd.€. Kumuliert von Januar bis Februar beliefen sich die Elektroeinfuhren auf 43,5Mrd.€ – ein Anstieg um 3,9% gegenüber Vorjahr. „Der branchenweite Handelsbilanzsaldo aus Ex- und Importen lag damit in den ersten beiden Monaten gut 2,5Mrd.€ im Minus“, so Gontermann. Die Ausfuhren der deutschen Elektro- und Digitalindustrie in die Eurozone kamen im Februar auf 6,1Mrd.€. Damit verfehlten sie ihren Vorjahreswert hier um 1,0%. Zusammengenommen für die ersten beiden Monate dieses Jahres summierten sich die Branchenlieferungen in den Euroraum auf 13,7Mrd.€, was einem Minus von 2,4% gegenüber Vorjahr entspricht. Die Elektroexporte in Länder außerhalb des Euroraums beliefen sich im Februar insgesamt auf 13,4Mrd.€. Im Vergleich zum Vorjahresmonat zogen sie damit moderat um 0,9% an.

Sehr hohe Zuwächse gab es hier bei den Ausfuhren nach Taiwan (+41,4% auf 309Mio.€) und Japan (+32,1% auf 377Mio.€), aber auch die Exporte ins Vereinigte Königreich wuchsen zweistellig (+12,6% auf 841Mio.€). Die Lieferungen nach Rumänien (+5,5% auf 418Mio.€), Polen (+5,2% auf 875Mio.€), Tschechien (+5,0% auf 802Mio.€) und Ungarn (+4,8% auf 615Mio.€) legten ebenfalls deutlich zu. Im Geschäft mit den USA gab es im Februar ein Plus von 1,8% auf 2,2Mrd.€. Die Exporte in die Türkei (-5,1% auf 328Mio.€), in die Schweiz (-5,4% auf 648Mio.€) und nach Schweden (-7,4% auf 354Mio.€) gingen zurück. Die Ausfuhren nach China (-17,3% auf 1,8Mrd.€) und Südkorea (-20,5% auf 253Mio.€) nahmen besonders stark ab. „Die Lieferungen in die Volksrepublik waren damit den nunmehr vierten Monat in Folge mit auf Jahressicht zweistelliger Rate rückläufig“, so Gontermann. Im Gesamtzeitraum von Januar bis Februar stagnierten die Exporte in Drittländer im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum (-0,1% auf 27,2Mrd.€).