Energielecks anhand von Erwärmungsmustern erkennen
Eine Wärmebildkamera funktioniert ähnlich wie eine normale Kamera, wandelt aber mittels eines Infrarotsensors die Wärmestrahlung von Objekten in ein Bild um. Auf diese Weise erkennt sie thermische Muster, die auf Ungleichgewichte in Motoren mit direktem Online-Anschluss oder über Antriebe mit variabler Frequenz angeschlossener Motoren hinweisen. Darüber hinaus identifiziert sie Erwärmungsmuster von Anschlüssen, was oft ein Hinweis auf schlechte Kabelverbindungen ist. Komponenten, die nicht funktionieren, zeigt sie als kalt an, während Komponenten, die unter zu großer Last arbeiten, als übermäßig warm visualisiert werden. Wärmebildkameras eignen sich sehr gut für Bestandaufnahmen, die keine genauen Messungen erfordern. Für präzisere Analysen empfiehlt sich dagegen der Einsatz von dreiphasigen Netzqualitätsanalysatoren. Diese messen nicht nur den Nullstrom (in dreiphasigen Systemen unerlässlich), sie analysieren auch den Stromfluss der einzelnen Drähte im Schaltschrank. Dadurch können sie die Höhe des Stromverlustes exakt bewerten und eine sehr genaue Schätzung der Energieeffizienz abgegeben.
Hohe Potenziale zur Energieeinsparung
Undichte Druckluftsysteme gehören in der Industrie zu den größten Energieverschwendern. Schätzungen zufolge, geht etwa 30 Prozent der erzeugten Druckluft in einer durchschnittlichen Anlage durch Leckagen verloren. Da in vielen Fällen nur 15 Prozent der durch Druckluft erzeugten Energie überhaupt als Nutzerenergie zur Verfügung steht, beträgt die insgesamt verfügbare Energiemenge oft nur zehn Prozent. Zwar ist eine absolute technische Dichte bei pneumatischen Systemen unrealistisch – da sehr teuer -, ein unnötig hoher Druckluftverbrauch, der zum Beispiel durch verstopfte Filterelemente oder Leckagen entsteht, lässt sich jedoch durch regelmäßige Wartung minimieren. Geht man davon aus, dass ein Druckluftkompressor, der mit maximaler Effizienz arbeitet, seinen Energieverbrauch so um bis zu 40 Prozent senken kann, sind Druckluftsysteme für Unternehmen eine sehr gute Möglichkeit, um Energie zu sparen.
Visuelles Aufspüren von Druckluftlecks
Zum visuellen Aufspüren von Druckluftlecks sind akustische Kameras sehr gut geeignet. Schon die Basismodellen erkennen Leckagen schnell und sicher. Außerdem priorisieren sie auftretende Probleme nach Dringlichkeit und erleichtern so die Arbeit der Technikteams. Einige Kameras nehmen darüber hinaus auch Auswertungen vor und berechnen beispielsweise, wie viel Strom pro Jahr durch ein bestimmtes Leck verloren geht. Spezialisierte akustische Kameras erkennen und klassifizieren auch Teilentladungen und zeigen präzise auf, wo die größten Energieverluste auftreten, z.B. aufgrund von defekten Lagern in Förderbändern. Der Preis einer akustischen Kamera liegt in der Regel über dem einer Wärmebildkamera. Akustische Kameras zeigen Unternehmen jedoch Energieverluste auf, die sie sonst nicht entdeckt würden und ermöglicht so zusätzliche Energieeinsparungen.

















