Geringe Betriebskosten durch hohe Energieeffizienz

Bild 1 | Wärmebildkameras wandeln die 
Wärmestrahlung von Objekten in ein Bild um. Komponenten, die nicht funktionieren, zeigt sie als kalt an, während Komponenten, die unter zu großer Last arbeiten, als übermäßig warm visualisiert werden.
Bild 1 | Wärmebildkameras wandeln die Wärmestrahlung von Objekten in ein Bild um. Komponenten, die nicht funktionieren, zeigt sie als kalt an, während Komponenten, die unter zu großer Last arbeiten, als übermäßig warm visualisiert werden.Bild: Fluke Deutschland GmbH

Von Oleksandr Bardakov, Anwendungs- und Technologieexperte – Industrielle Bildverarbeitung, Fluke Corporation ‚Zeit ist Geld‘ – Das bekannte Zitat von Benjamin Franklin trifft auf eine industrielle Umgebung in der Regel nicht zu, denn hier ist Energie Geld. Viele Unternehmen sind sich allerdings des Ausmaßes ihrer Energieverschwendung nicht bewusst und über die Höhe der Kosten nicht im Klaren. Mit geeigneten Messinstrumenten und einer umfassenden Wartungsstrategie, die beispielsweise anomale Temperaturmuster aufdeckt, können sie ihre Energieeffizienz jedoch optimieren. Das klingt erst einmal einfach. Den Energieverbrauch jedoch dauerhaft niedrig zu halten, ist nicht leicht und hat seine Tücken. So sind viele Probleme, die in einer industriellen Umgebung auftreten, nicht sofort sichtbar. Oft fehlt in den Unternehmen auch das Wissen, welches Messinstrument oder welche Kombination von Werkzeugen sich zum Lösen eines bestimmten Problems am besten eignen. Wird das Vorhandensein einer Leckage vermutet, bestimmen Unternehmen mit einem einfacheren Messgerät am besten erst einmal den Standort. Anschließend bewerten sie das Problem mit Spezialwerkzeugen genauer und beheben es. Mit einem effektiven Energiemanagement vermeiden Unternehmen nicht nur hohe Verbrauchskosten, sie verhindern auch, dass ihre Produktivität sinkt, beispielsweise indem ihre Anlagen nicht optimal arbeiten und häufiger ausfallen.

Bild 2 | Wärmebildkameras sind sehr mobil und lassen sich so gut wie überall einfach nutzen.
Bild 2 | Wärmebildkameras sind sehr mobil und lassen sich so gut wie überall einfach nutzen. Bild: Fluke Deutschland GmbH

Energieverschwendung vorbeugen

Zu den Aufgaben eines Gebäudemanagers gehört es, den elektrischen Energieverbrauch zu überwachen und zu analysieren. Für die vielfältigen Anwendungen ist eine breite Palette unterschiedlicher Messgeräte und -systeme verfügbar. Sie reichen von erschwinglichen Messgeräten, beispielsweise für einfache Messaufgaben oder kleinere Budgets, bis zu komplexen Systemen für industrielle Anwendungen. Um Energieverschwendung vorzubeugen und sinnvolle Maßnahmen zur Kostenkontrolle und -senkung zu ergreifen, sind genaue Kenntnisse, welches Systeme sich für welche Anwendungen eignet, für Gebäudemanager zwingend notwendig. Genau dieses Wissen fehlt jedoch oft in Unternehmen.

Bild 3 | Akustische Kameras bieten die Möglichkeit, Druckluftlecks auch in lauten 
Umgebungen zu visualisieren.
Bild 3 | Akustische Kameras bieten die Möglichkeit, Druckluftlecks auch in lauten Umgebungen zu visualisieren. Bild: Fluke Deutschland GmbH

Probleme erkennen, bevor sie eintreten

Um Langlebigkeit und Effizienz von Geräten, Maschinen und Anlagen sicherzustellen und Probleme zu erkennen und beheben, bevor sie größere Schäden anrichten, ist eine regelmäßige Wartung essenziell. Maschinen und Anlagen, die in gleichmäßigen Abständen gewartet werden, sind sicherer und verbrauchen weniger Energie als veraltete, ineffektive Anlagen. Für die regelmäßige Wartung und das Erkennen von Energieleckagen eignen sich vor allem Zangenmessgeräte, Netzqualitätsanalysatoren, Wärmebildkameras und akustische Bildgeber.

Bild 4 Fluke acoustic imaging on 20250602131922

Schaltstelle für Energie

Schaltschränke verteilen elektrische Energie an die verschiedenen Verbraucher innerhalb eines Systems. Sie steuern außerdem die Stromstärke, Spannung oder andere Parameter der Energieleitung und wandeln sie bei Bedarf um. Sie eignen sich perfekt zum Verständnis wie die Komponenten miteinander verbunden sind. Um ein Problem in einem Schaltschrank zu identifizieren, verwenden Unternehmen am besten Werkzeuge, die eine gute Übersicht über die Stromkreise und der gesteuerten Systeme bieten. Oft reicht bereits ein einfaches Zangenmessgerät, bei begrenztem Platz ist eine flexible Zange gut geeignet. Unternehmen, die keine genaue Verlustbewertung benötigen und lediglich feststellen wollen, ob ein Gerät effizient arbeitet, verwenden am besten einen dreiphasigen Stromzähler.

Seiten: 1 2 3