
„Bei der Auslandsnachfrage gab es allerdings eine große Diskrepanz zwischen den Bestellungen aus dem Euroraum und aus Drittländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Die Aufträge aus dem Euroraum zogen im Januar um 12,5% an, während die aus Drittländern leicht um 0,9% nachließen.
Im gesamten Jahr 2025 waren die Auftragseingänge in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie um – zwischenzeitlich leicht revidierte – 5,7% gestiegen. Dabei nahmen die Bestellungen aus dem Inland kaum zu (+0,2%). Die Auslandsorders waren mit +10,2% umso stärker gestiegen (+8,1% im Euroraum, +11,2% im übrigen Ausland).
Die reale Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland verfehlte ihren Vorjahreswert im Januar um 2,9%. Im vergangenen Jahr war der aggregierte preisbereinigte Branchenoutput nochmals leicht um 0,3% gesunken. Für dieses Jahr rechnet der ZVEI wieder mit einem moderaten Produktionsplus von 2%.
Der Branchenumsatz lag im Januar bei nominal 17,6Mrd.€ – ein Plus von 2,9% gegenüber dem Vorjahreswert. Der Inlandsumsatz stieg dabei um 5,5% gegenüber Vorjahr auf 8,4Mrd.€. Die Geschäfte mit Kunden aus dem Ausland kamen langsamer voran (+0,8% auf 9,2 rd.€). Hier wurde mit dem Euroraum etwas weniger Umsatz erzielt (-1,0% auf 3,4Mrd.€), während die Erlöse mit Partnern aus Drittländern um 1,7% auf 5,8Mrd.€ stiegen.
Im vergangenen Jahr hatte der wertmäßige Umsatz der deutschen Elektro- und Digitalindustrie 226,8Mrd.€ erreicht – ein Zuwachs von 3,0% gegenüber 2024.
Im Februar zeigten sich in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie gegenläufige Trends bei den Produktions- und Beschäftigungsplänen: Während der Saldo aus Unternehmen, die ihre Produktion in den nächsten drei Monaten steigern bzw. reduzieren möchten, von +14 auf +11% nachgab, verbesserten sich die analogen Einstellungsabsichten von minus elf auf minus sechs Punkte.
Ende des vergangenen Jahres waren 872.700 Menschen in der Branche beschäftigt, was einem Rückgang von 1,9% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Derzeit befinden sich 22.100 Beschäftigte in Kurzarbeit.

















