Robuste Mechanik, intelligente Elektronik

Bild 1 | Gemeinsam mehr erreichen: der neue EMI-Lock 2.0 als Ergebnis der erfolgreichen Kooperation von Apra und Emka
Bild 1 | Gemeinsam mehr erreichen: der neue EMI-Lock 2.0 als Ergebnis der erfolgreichen Kooperation von Apra und EmkaBild: Emka Beschlagteile GmbH & Co. KG

Seit über 55 Jahren ist die Apra-Gruppe bereits auf Schrank- und Gehäusetechnik spezialisiert. Mit ihren fünf Tochtergesellschaften beliefert sie weltweit mehr als 25 verschiedene Branchen und bedient globale Trends wie Prüftechnik, Sicherheitstechnik und Medizintechnik sowie Schranksysteme für die kritische Infrastruktur wie z.B. energieeffiziente Rechenzentrumslösungen. Am Stammsitz in Mehren in der Vulkaneifel sowie an fünf weiteren europäischen Standorten entwickeln und fertigen rund 430 Mitarbeiter vielfältige Lösungen aus Stahlblech, Aluminium, Edelstahl und Kunststoff. Eine besondere Stärke der Firmengruppe liegt dabei in der flexiblen Gehäusegestaltung. So bietet das Familienunternehmen kundenspezifische Gehäuse sowohl als Einzelstücke als auch in Großserien an. Diese Vielfalt spiegelt sich auch im Auftragsvolumen wider. So entfallen insgesamt rund 86 Prozent der Aufträge auf Produkte, die nach Kundenwünschen entwickelt oder angepasst wurden. Möglich wird dies durch die vielfältigen Fertigungstechnologien in der Metall- und Kunststoffverarbeitung, die Apra im eigenen Haus vereint – von klassischer Stanz- und Abkanttechnik in der Metallverarbeitung und Fräsbiegetechnik bis zum modernen 3D-Druck in Kunststoff. Es gibt aber auch Komponenten, die Apra von externen Unternehmen bezieht, wie z.B. Verschlusslösungen, Scharniere und auch Dichtungen. Da in der Schrank- und Gehäusetechnik insbesondere die Sicherheit der Gehäuse eine große Rolle spielt, vertraut die Apra-Gruppe in diesem Bereich auf Emka. Die Zusammenarbeit der beiden Familienunternehmen hat eine lange Geschichte. Nicht nur, dass sich die Gründer seit ‚Fußball-Tagen‘ kennen, auch in der Firmenphilosophie verfolgen beide Unternehmen ähnliche Ansätze: eine hohe Fertigungstiefe und die ständige Verbesserung des eigenen Portfolios. Emka-Produkte kommen bereits seit über 40 Jahren bei den Tochterunternehmen der Apra-Gruppe zum Einsatz – allen voran bei der Apra-Norm Elektromechanik in Mehren und der Apra-Gerätebau in Chemnitz. Die Ausstattung von Schalt- und Serverschränken mit Verschlusstechnik ist traditionell das wichtigste Geschäftsfeld von Emka, und die große Erfahrung des Weltmarktführers bildet seit Jahrzehnten eine wichtige Grundlage für Apra-Lösungen.

Türgriff als gemeinsamer Entwicklungserfolg

Ein besonderes Ergebnis der jüngsten Zusammenarbeit ist der gemeinsam entwickelte EMI-Lock 2.0, die zweite Generation elektronischer Türgriffe der Apra-Gruppe. Das Produkt entstand innerhalb einer zweijährigen Kooperationsphase: Emka stellte seine robuste, mechanisch bewährte Griffplattform bereit, während Apra die eigene Elektronik- und Softwarearchitektur entwickelte und integrierte. So entstand aus der Verbindung mechanischer Kompetenz und digitaler Intelligenz ein modernes, smartes Verschlusssystem, das gezielt auf die Anforderungen moderner Server- und IT-Infrastrukturen ausgerichtet ist. Der EMI-Lock 2.0 zeichnet sich durch eine Vielzahl technischer Funktionen aus:

  • Integriertes 1,5″-Display zur PIN-Authentifizierung
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung mittels PIN + RFID·
  • Mechanische Kompatibilität zu 150×25mm und 200×25mm Lochgrößen
  • Einsatzfähig für 1- und 3-Punkt-Verschlüsse
  • Integrierter RFID-Leser für 13,56MHz (MIFARE, HID iClass, LEGIC) und 125kHz (UNIQUE, HID Proxx)
  • Servomotorbasiertes Öffnungssystem zur Reduzierung elektromagnetischer Störungen
  • Integrierter magnetischer Öffnungssensor
  • Temperatur- und Feuchtigkeitssensor mit Anzeige und 24-Stunden-Verlauf am Display
  • Außenseitiger Schutzgrad IP54
  • Halbzylinder-Einsatz für Notfallöffnungen

Nach Abschluss der Entwicklungsphase Anfang dieses Jahres bereitet Emka bereits die ersten großen Lieferlose des neuen Türgriffs vor. Der EMI-Lock 2.0 wird künftig in zahlreichen Apra-Schranksystemen zum Einsatz kommen und gilt bereits jetzt als das ’neue Gesicht‘ der mechanischen und elektronischen Verschlusstechnik innerhalb der Firmengruppe. Die Kombination aus robuster Mechanik und intelligenter Elektronik macht ihn zu einem zentralen Baustein moderner Zutrittslösungen und dient als Grundlage für die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben im Bereich ‚kritische Infrastruktur‘.