Elektroaußenhandel 2015 auf Rekordniveau

Elektroaußenhandel 2015 auf Rekordniveau

Im Dezember 2015 sind die Exporte der deutschen Elektroindustrie gegenüber Vorjahr um 2,3% auf 14,0Mrd.€ gestiegen. „ Der Zuwachs lag damit niedriger als in den vorherigen Monaten. Gleichwohl war es der bislang höchste Dezemberwert überhaupt“, sagte Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt des ZVEI. „ Im gesamten vergangenen Jahr kamen die Branchenausfuhren auf 174,1Mrd.€ – ein neues Allzeithoch. Den Vorjahreswert übertrafen sie um 6,7%.“ Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland legten im Dezember 2015 um 6,1% gegenüber Vorjahr auf 12,8Mrd€ zu. Im Gesamtjahr 2015 wuchsen die Importe ebenfalls schneller als die Exporte. Hier stiegen sie um 11,9% und summierten sich auf 161,5Mrd.€ – ebenfalls ein Rekordwert.

Indem die Elektroexporte in die USA im vergangenen Jahr um 16,4% auf 15,9Mrd.€ gewachsen sind, wurde das Land wieder zum größten Abnehmer. China fiel auf Platz zwei im Abnehmer-Ranking zurück (+0,8 auf 15,0Mrd.€). Auf Platz drei bleibt Frankreich (+1,5 auf 11,7Mrd.€), gefolgt von Großbritannien (+10,1 auf 9,9Mrd.€) und den Niederlanden (+9,7 auf 9,1Mrd.€). Das höchste relative Wachstum unter den Top Ten lieferten im vergangenen Jahr die Ausfuhren nach Polen (+21,5 auf 8,2Mrd.€). Auf den Positionen sieben bis zehn liegen Italien (+8,3 auf 8,1Mrd.€), Österreich (+2,4 auf 7,7Mrd.€), Tschechien (+11,2 auf 7,1Mrd.€) und die Schweiz (+10,3 auf 6,3Mrd.€). Damit waren auch 2015 acht der zehn größten Abnehmer europäische Länder.

Absolut haben die Exporte der deutschen Elektroindustrie im vergangenen Jahr um 10,6Mrd.€ zugelegt. Den höchsten Beitrag lieferten die Ausfuhren in die USA (+2,2Mrd.€). Den zweithöchsten Wachstumsbeitrag steuerten die Exporte nach Polen (+1,4Mrd.€) bei. Danach folgen die Lieferungen nach Großbritannien (+883Mio.€), in die Niederlande (+759Mio.€) und nach Tschechien (+681Mio.€).

„Den mit weitem Abstand größten absoluten Exportrückgang gab es 2015 – wie schon 2014 – bei den Ausfuhren nach Russland, die noch einmal um 1,3Mrd.€ geringer ausfielen als im Jahr zuvor“, so Gontermann. Deutlich moderater waren die Rückgänge der Lieferungen nach Belgien (-283Mio.€), Brasilien (-180Mio.€), Kasachstan (-118Mio.€) und Norwegen (-113Mio.€).

Thematik: News
| News
Ausgabe:

Das könnte Sie auch Interessieren

Anzeige

Anzeige

Bild: ZVEH
Bild: ZVEH
ZVEH-Jahrestagung 2022

ZVEH-Jahrestagung 2022

Nachdem die ZVEH-Jahrestagung als Präsenzveranstaltung zwei Jahre lang pandemiebedingt ausgefallen war, kamen die Elektrohandwerke und ihre Partner aus Industrie und Großhandel vom 8. bis zum 10. Juni in Wiesbaden zusammen.

Bild: EPA GmbH
Bild: EPA GmbH
Ein- und Ausschalten 
ohne FI-Auslösungen

Ein- und Ausschalten ohne FI-Auslösungen

Die Firma EPA bietet mit den neuen NF-KC-LKY-Modellen eine Netzfiltergeneration, die serienmäßig mit der PreLeak Technology ausgestattet ist. Dadurch ist es erstmals möglich, Maschinen und Anlagen ein- und auch auszuschalten, ohne dass der Fehlerstrom-Schutzschalter ungewollt auslöst. Grund hierfür ist, dass die Filter weder beim Zu- noch beim Abschalten einen Differenzstromimpuls erzeugen.

Bild: Wöhner GmbH & Co. KG
Bild: Wöhner GmbH & Co. KG
Variantenreich 
und montagefreundlich

Variantenreich und montagefreundlich

Nachdem auch Wöhner in letzter Zeit Pandemie-bedingt die Präsentation seiner neuen Produkte in den virtuellen Raum – den sogenannten Level4 – verlegt hatte, stellt das Unternehmen auf der bevorstehenden Hannover Messe nun wieder in Präsenz aus und zeigt dort viele seiner Neuheiten: das Energieverteilungssystem CrossBoard in zusätzlichen Breiten und dazugehörigem Anschlussmodul Crito zur Plug&Play-Montage sowie die Neuheiten elektronischer Schalter Omus C14, Panel-Lastschalterserie Capus und schnellschaltende Leisten Quadron 185Power Speed.

Bild: Rittal GmbH & Co. KG
Bild: Rittal GmbH & Co. KG
Potenziale wachkitzeln

Potenziale wachkitzeln

Die ‚Low Hanging Fruits‘ sind in der Regel schon lange abgeerntet. Doch um Energie einzusparen, sucht die Industrie beständig nach weiteren Stellschrauben. Dass noch ziemlich Luft nach oben ist, zeigen die Schaltschrank-Kühlgeräte der Serie Blue e+ S von Rittal. Die Neuentwicklung wurde vor Markteinführung von Diehl Controls, Elektronik-Spezialist aus Wangen, in der eigenen Fertigung auf Herz und Nieren geprüft.

Bild: Häwa GmbH
Bild: Häwa GmbH
95 Prozent 
kundenindividuelle Lösungen

95 Prozent kundenindividuelle Lösungen

Ende März hatte der Schaltschrank-Spezialist Häwa zum Auftakt seiner diesjährigen Roadshow in sein Werk in
Bad Wörishofen eingeladen, um seinen neuen Show-Truck und sein Maschinengestell X-frame zu präsentieren, das an diesem Standort produziert wird. Im Interview mit dem SCHALTSCHRANKBAU erläuterte Geschäftsführer Arno Müller die Idee hinter der Tour und gab seine Einschätzung zu den aktuellen Trends der Branche.

Anzeige

Anzeige

Anzeige