Elektroindustrie zuletzt wieder mit mehr Aufträgen

Elektroindustrie zuletzt wieder mit mehr Aufträgen

Nach mehreren flauen Monaten hat die deutsche Elektroindustrie im Dezember des vergangenen Jahres wieder 2,7% mehr Bestellungen erhalten als ein Jahr zuvor. Während die Inlandsaufträge um 4,2% fielen, stiegen die Auslandsaufträge kräftig um 8,6%. Kunden aus der Eurozone steigerten ihre Orders um 20,3% und damit deutlich stärker als Kunden aus Drittländern, die 2,6% mehr bestellten. „Im gesamten Jahr 2016 blieben die Auftragseingänge 1,0% hinter ihrem Vorjahreswert zurück“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann und ergänzte: „ Letzterer hatte allerdings auch in hohem Maße von Großaufträgen profitiert.“


Die kumulierten Bestellungen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland lagen im vergangenen Jahr jeweils 1,0% unter denen im Jahr 2015. Aus dem Euroraum gingen 2016 1,0% mehr und aus Drittländern 2,2% weniger Bestellungen ein als im Jahr davor. Die reale, um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektroindustrie blieb im Dezember 2016 um 3,5% unter ihrem entsprechenden Vorjahreslevel. „Somit wuchs der Branchenoutput im gesamten Jahr 2016 um 1,0%“, so Gontermann. „ Für dieses Jahr geht der ZVEI von einem preisbereinigten Produktionswachstum von 1,5% aus.“ Nach dem leichten Zuwachs im November haben die Erlöse der heimischen Elektrofirmen im Dezember 2016 um 1,8% gegenüber Vorjahr auf 16,0Mrd.€ nachgegeben. Der Inlandsumsatz ging mit minus 0,5% auf 7,7Mrd.€ weniger stark zurück als der Auslandsumsatz mit minus 2,9% auf 8,3Mrd.€. Während die Geschäfte mit Kunden aus dem Euroraum um 15,8% auf 2,8Mrd.€ sanken, gab es im Geschäft mit Drittländern ein Plus von 5,3% auf 5,5Mrd.€. Im gesamten vergangenen Jahr konnten die Branchenerlöse um 400Mio. auf 178,6Mrd.€ zulegen. Der Inlandsumsatz belief sich auf 87,0Mrd.€ (+0,3%) und der Auslandsumsatz auf 91,6Mrd.€ (+0,1%). Mit Partnern aus dem Euroraum gab es einen Rückgang der Geschäfte um 2,9% auf 33,3Mrd.€, mit Drittländern dagegen einen Anstieg um 1,9% auf 58,3Mrd.€. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten ist das Geschäftsklima auch im Januar 2017 leicht gestiegen.

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