Auch für kleine und mittlere Unternehmen ein Gewinn

Bild 2 | ABB Aski misst Stromverbräuche in Echtzeit, erkennt drohende Lastspitzen und steuert automatisch steuerbare Verbraucher. Ein intuitives Dashboard sorgt für eine einfache Bedienung.
Bild 2 | ABB Aski misst Stromverbräuche in Echtzeit, erkennt drohende Lastspitzen und steuert automatisch steuerbare Verbraucher. Ein intuitives Dashboard sorgt für eine einfache Bedienung. Bild: ABB AG

In Deutschland zahlen Unternehmen mit registrierender Leistungsmessung nicht nur für jede verbrauchte Kilowattstunde, sondern vor allem für die höchste 15-Minuten-Leistungsaufnahme im Jahr. Diese sogenannte Lastspitze bestimmt die Netzentgelte – und kann teuer werden. Dabei entstehen solche Spitzen nicht nur in Stahlwerken, sondern auch in Bäckereien, Hotels oder Lagerhallen – etwa wenn mehrere Geräte gleichzeitig starten. Hier setzt Lastmanagement an: Wer Verbrauch gezielt verschiebt oder koordiniert, senkt die Leistungsspitze – ohne Komforteinbußen oder Produktionsausfälle.

ASKI Profi Controller
Bild: ABB AG

Warum sich Lastmanagement gerade für den Mittelstand lohnt

Die gezielte Steuerung des Energiebezugs bringt für kleine und mittlere Unternehmen gleich mehrere Vorteile mit sich – und das bei überschaubarem Aufwand. Besonders ins Gewicht fällt das Einsparpotenzial bei den Energiekosten. Denn bereits vergleichsweise kleine Leistungsspitzen können zu hohen Netzentgelten führen. Intelligente Lastmanagement-Systeme wie ABB Aski erkennen solche Spitzen und verteilen Lasten automatisch so, dass der Strombezug geglättet wird. In der Praxis lassen sich dadurch bis zu 40 Prozent der leistungsabhängigen Stromkosten einsparen – häufig, ohne dass der Betrieb in seinen Abläufen beeinträchtigt wird. Doch nicht nur finanziell zahlt sich Lastmanagement aus. Auch die vorhandene Infrastruktur wird deutlich entlastet. Statt Trafostationen, Leitungen oder Netzanschlüsse kostspielig erweitern zu müssen, hilft Lastmanagement dabei, das vorhandene System effizienter auszunutzen. Das ist besonders relevant, wenn durch neue Verbraucher – etwa durch Elektromobilität oder digitale Produktionsmittel – die elektrische Belastung am Standort steigt. Eine flexible Steuerung der Energieflüsse kann hier teure Investitionen in zusätzliche Kapazitäten vermeiden. Zudem eröffnet Lastman-agement neue Spielräume für zukunftsorientierte Entwicklungen im Unternehmen. Wer PV-Anlagen, Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge oder Wärmepumpen in seine Energieversorgung integrieren möchte, braucht eine Lösung, die die verfügbaren Kapazitäten intelligent aufteilt. Lastmanagement sorgt dafür, dass diese zusätzlichen Komponenten nicht zu einem Risiko für die Versorgungssicherheit werden, sondern reibungslos in den Betriebsalltag eingebunden werden können – ohne Netzüberlastungen oder Ausfälle. Ein weiterer Aspekt, der gerade mit Blick auf die Nachhaltigkeitsziele vieler KMU immer wichtiger wird: die ökologische Wirkung. Durch die zeitliche Verschiebung von Verbrauch in Phasen mit hoher erneuerbarer Einspeisung – etwa bei starker Sonneneinstrahlung – wird der Anteil an grünem Strom im Unternehmen erhöht. Gleichzeitig sinkt der CO2-Fußabdruck und der Eigenverbrauch bei PV-Anlagen steigt. Damit leistet Lastmanagement nicht nur einen Beitrag zum betrieblichen Klimaschutz, sondern verbessert auch die Wirtschaftlichkeit selbsterzeugter Energie.

Hand analyzing environmental data with net zero dashboard carbon footprint metrics and green analytics. Concept of ESG sustainability eco technology and digital climate solutions
Bild: ©CL STOCK/stock.adobe.com

Eine Lösung, die mitdenkt

Das System ABB Aski richtet sich gezielt an KMU. Es misst Stromverbräuche in Echtzeit, erkennt drohende Lastspitzen und steuert automatisch steuerbare Verbraucher – ohne Eingriffe in kritische Prozesse. Die Technik basiert auf einem Controller, der über standardisierte Schnittstellen (Modbus TCP/RTU, IEC-Schnittstelle für §14A, Analog- und Digital-Ein-/Ausgänge) mit Ladepunkten, PV-Wechselrichtern, Blockheizkraftwerken (BHKW), Wärmepumpen oder Heizung, Lüftung, Kühlung kommuniziert. Die Priorisierung erfolgt individuell: Sicherheitsrelevante Systeme bleiben unangetastet, flexible Verbraucher werden verschoben oder kurzzeitig gedrosselt.

Beispiele aus der Praxis:

  • Kühlaggregate werden kurzfristig getaktet.
  • E-Ladestationen laden vorrangig in Nebenzeiten oder bei Photovoltaik-Überschuss.
  • Strom der PV-Anlage wird dann genutzt oder gespeichert, wenn er zur Lastkurve passt.

Aski arbeitet herstellerunabhängig und modular – gut geeignet für Betriebe mit Komponenten verschiedener Hersteller. Mit dem System ist es möglich, Leistungsspitzen um bis zu 40 Prozent reduzieren. Die Bedienung erfolgt über ein intuitives Dashboard mit Monitoring-, Alarmierungs- und Reporting-Funktionen.

Young woman working as a skilled worker in a high tech company portrait
Bild: ©tunedin/stock.adobe.com

Einfache Integration – messbare Wirkung

Die Einführung eines Lastmanagements ist für KMU mit überschaubarem Aufwand möglich:

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