Die Vorteile des digitalisierten Schaltschrankbaus
Neben Zeit und Qualifikation kommen noch zwei Faktoren hinzu: Qualität und Außenwirkung. Benedikt Ney: „Alle Adern sind gekennzeichnet und mit Aderendhülsen versehen. Das erhöht die Lebensdauer und erleichtert bei Bedarf die Fehlersuche. Die Verdrahtung sieht sehr gut aus, und wir zeigen, dass wir innovativ arbeiten – dem Kunden gegenüber und den Mitarbeitern. Das zahlt aufs Image ein und ist auch ein Pluspunkt bei der Gewinnung von Personal: Neue Mitarbeiter erwarten einen digitalen Arbeitsplatz mit durchgängigen Prozessen, der sie bei der effizienten Ausführung ihrer Aufgaben unterstützt. Genau das können wir ihnen bieten.“
Die papierlose Verdrahtung – in der Fertigung und auf der Baustelle
Auffallend in der Montage ist das Fehlen von ausgedruckten Schaltplänen. An jedem Arbeitsplatz gibt es stattdessen einen Touch-Bildschirm mit Huckepack-PC. Benedikt Ney: „Schon vor der Einführung von Smart Wiring war unsere Fertigung papierlos und für die Verdrahtung haben wir eView genutzt. Jetzt verwenden wir es für die Prüfung und Inbetriebnahme sowie für die Abstimmung bei Änderungen und Anpassungen.“ Die papierlose Fertigung mit Smart Wiring und eView bietet u.a. den Vorteil, dass viele Personen am gleichen Projekt arbeiten können und die Synchronisation zwischen Engineering und Fertigung sehr strukturiert über das Red- und Greenling abläuft. Udo Lindemans: „Wir können hier sehr schnell Änderungen einspielen oder offene Punkte festhalten. Das nutzen wir häufig bei den gerouteten und mit Smart Wiring verdrahteten Projekten.“ Auch auf der Baustelle, bei der Inbetriebnahme, arbeiten die Zahnen-Techniker papierlos mit der elektronischen Dokumentation, die über das in der Eplan-Cloud gehostete eView überall verfügbar ist. Und über die gesamte Prozesskette hinweg ermöglicht der digitale Zwilling des Schaltschranks, der auch die Montage und Verdrahtung einbezieht, eine sehr viel größere Transparenz und ein verbessertes Monitoring.
Standardisierung auch in der Hardware
Was die Schaltschränke selbst betrifft, setzt Zahnen ebenfalls auf Standardisierung – mit dem Rittal-Programm. Benedikt Ney: „Wir nutzen hier die Rittal VX 25-Serie einschließlich Ausbauprogramm und Klimatisierung, die wir auch mit RiTherm berechnen. Wir arbeiten hier viel mit standardisierten und vorkonfektionierten Bauelementen, so dass am Arbeitsplatz nichts mehr bearbeitet werden muss. Das spart Zeit und ist auch aus Gründen der Arbeitssicherheit das bessere Konzept.“

















