ZVEI: Netzausbau mit Ausbau der Erneuerbaren synchronisieren
Bild: ZVEI e.V.

„Der ZVEI unterstützt das Tempo, das die neue Bundesregierung beim Ausbau der erneuerbaren Energien anlegt. Damit diese Investitionen aber maximal genutzt werden können, müssen Ausbau und Ertüchtigung der Stromnetze stärker mit in den Fokus genommen werden“, sagt Wolfgang Weber (Bild), Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, anlässlich der Vorstellung einer Eröffnungsbilanz Klimaschutz durch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Die Stromnetze müssten jetzt mit derselben Geschwindigkeit wie die Erneuerbaren aus- und umgebaut werden. Weber: „Nur mit leistungsstarken und digitalisierten Netzen wird die nötige umfangreiche und versorgungssichere Elektrifizierung aller Sektoren gelingen und können die Klimaziele erreicht werden.“ Laut der BDI-Klimapfadestudie 2.0 wird der Nettostrombedarf von derzeit ca. 490TWh bis 2030 auf ca. 720TWh steigen. Deutlich mehr als bisher müssen die Netze zudem in der Lage sein, stark steigende und fluktuierende Strommengen aus regenerativen Quellen aufzunehmen und intelligent zu verteilen. Dies werde nur durch mehr Tempo beim Aus- und Umbau der Netze und zugleich durch ihre umfassende Digitalisierung gelingen. Dazu sei erforderlich, neben Anreizen für verstärkte Investitionen in Digitalisierung auch die Planungs- und Genehmigungsverfahren enorm zu beschleunigen. Weber: „Die eigentliche Herausforderung liegt darin, Erzeugung und Verbrauch von Strom durch intelligente Steuerung über alle Sektoren zu koppeln. Denn dann führt die Elektrifizierung nicht nur zu einer zunehmend CO2-armen Energieversorgung, sondern auch zu einer massiven Steigerung der Energieeffizienz der gesamten Volkswirtschaft. Beim Ausbau der erneuerbaren Energien und der Stromnetze muss daher künftig der gleiche Maßstab angelegt werden.“ Um den erneuerbaren Strom als vorrangigen Energieträger attraktiv zu machen, müsse zudem der Strompreis rasch gesenkt und dabei deutlich näher an die eigentlichen Börsenpreise herangeführt werden. „Die Abschaffung der EEG-Umlage ab 2023 ist ein wesentlicher und längst überfälliger Schritt. Die Stromsteuer muss nun ebenso rasch abgesenkt und für erneuerbaren Strom auf Null reduziert werden“, so der Vorsitzende der ZVEIGeschäftsführung weiter.

Das könnte Sie auch Interessieren

Anzeige

Bild: Schneider Electric GmbH
Bild: Schneider Electric GmbH
Smarte Anlagenfertigung

Smarte Anlagenfertigung

Nachdem die erste Ausgabe der insgesamt dreiteiligen Serie „Digitaler Schaltanlagenbau“ ihr Augenmerk ganz auf die Digitalisierungspotenziale in den anfänglichen Prozessphasen von Planung, Konfiguration und Bestellung gelegt hat, sind wir in der Werkstatt und in der Bauphase angekommen. Das heißt, jetzt wird kommissioniert und beschriftet, ausgemessen und zugeschnitten, gebaut, gebohrt und gefräst, bestückt und verdrahtet. Das virtuelle 3D-Modell – der digitale Zwilling der Schaltanlage – erwacht nun als reales, physisches Abbild zum Leben.

Bild: EMKA Beschlagteile GmbH & Co. KG
Bild: EMKA Beschlagteile GmbH & Co. KG
Gelungener Spagat

Gelungener Spagat

Wer ein Verschluss-System für Schaltschränke sucht, welches gleichzeitig korrosionsbeständig, leicht und kostengünstig ist, für den könnte der optimierte Mehrpunkt-Verschluss von Emka die richtige Lösung sein. Der Experte für Verschlusstechnik hat seinem jüngst konstruktiv verbesserten System ein Upgrade mit deutlich höheren Festigkeitswerten spendiert. Anschlussstangen aus glasfaserverstärktem Polyamid liefern eine hohe Stabilität und eröffnen im preissensiblen Segment neue Möglichkeiten.

Bild: Dirak GmbH
Bild: Dirak GmbH
Hoch belastbar

Hoch belastbar

Lässt sich eine komplette Werkbank in Kürze ohne Werkzeug montieren und hält sie gleichzeitig hohen Belastungen stand? Ein Anwenderbericht von Dirak bei der Werkzeugfabrik Haromac zeigt, dass die Verbinder der Dirak-Snap-Technology (DST) dies ermöglichen. Die DST-Produkte werden darüber hinaus bereits von verschiedenen namhaften Herstellern im Schaltschrankbau, auch als Flatpack, eingesetzt.

Bild: Icotek GmbH
Bild: Icotek GmbH
Click. Clack. Closed!

Click. Clack. Closed!

Der Spezialist für Kabelmanagement aus dem baden-württembergischen Eschach stellt sein neuestes Produkt im Bereich werkzeuglose Kabeleinführung vor. Mit der neuen KEL-FA hat Icotek eine Kabeleinführung mit Spannhebelarretierung realisiert.

Bild: ifm electronic gmbh
Bild: ifm electronic gmbh
Temperatur und Feuchtigkeit im Griff

Temperatur und Feuchtigkeit im Griff

Die Gesundheit der Mitarbeiter zu stärken und die Umwelt zu entlasten sind die Hauptziele des Projekts Prover Bike 4.0, bei dem zudem der Einsatz von Ifm-Produkten in einer Industrie-4.0-Anwendung erlebbar gemacht wird. Erfasst werden die Tage, an denen die Mitarbeiter mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Der Schaltschrank, in dem die entsprechende Technik untergebracht ist, wird ebenfalls mit Ifm-Technik überwacht. Zum Einsatz kommt hier die Digitalisierungsplattform Moneo RTM.

Anzeige

Anzeige

Anzeige