Bachmann ist Marktführer in der Windkraftautomation. Wie gelingt der Brückenschlag zur Industrie?

Unsere starke Marktstellung in der Windkraft ist das Ergebnis jahrzehntelanger Entwicklungsarbeit – und ein Beleg für die Qualität unserer Systeme. Was dort funktioniert, übertragen wir auf industrielle Anwendungen. Das neue M100-System ist ein gutes Beispiel: Es kombiniert industrielle Standards mit dem robusten Design, das wir aus der Windkraft gewohnt sind. Mit neuen Produkten, höherem Innovationsdruck und kontinuierlicher Marktkommunikation stärken wir gezielt unser Industrieprofil.

Versteht sich Bachmann als Komponentenlieferant, Lösungs- oder Plattformanbieter?

Wir verstehen uns klar als Lösungsanbieter mit Plattformanspruch. Unsere Kunden erhalten nicht nur Steuerungen, sondern abgestimmte Komplettlösungen – inklusive Applikationsunterstützung, Safety, Visualisierung und Monitoring. Die Plattformidee lebt davon, dass sich alles modular kombinieren, erweitern und über Jahrzehnte hinweg einsetzen lässt. Unsere Systeme sind langlebig, updatefähig und bieten Investitionssicherheit.

Welche Bedeutung hat dabei die eigene Produktion in Feldkirch?

Sie ist für uns ein strategischer Schlüssel. Durch unsere lokale Fertigung mit hoher Tiefe können wir Qualität, Sicherheit und Lieferfähigkeit garantieren. Auch in Zeiten fragiler Lieferketten – etwa während Corona – sind wir voll lieferfähig, weil wir keine fertigen Boards zukaufen, sondern alle Komponenten selbst verarbeiten. Unser Lager ist für sechs Monate ausgelegt, auch das ist Teil unserer Resilienzstrategie. Die enge Verzahnung von Entwicklung und Produktion macht uns zudem reaktionsschnell und innovationsfähig.

Seiten: 1 2 3 4 5