Im Grunde holen Sie mit dem Service auch solche Kunden ab, die noch keine Vollautomatisierung, z.B. mit dem Klippon Automated RailAssembler, in ihrem Unternehmen implementieren möchten.

Richtig. Im Prinzip bieten wir einen Dreiklang: Es gibt Kunden, die die Assemblierung selbst durchführen und denen wir nur innovative Komponenten zur Problemlösung liefern. Dann gibt es die Kunden, die ihre Effizienz erhöhen und auch die Arbeitsvorbereitung anders gestalten möchten, keinen Platz etwa für die Lagerhaltung haben, unter Fachkräftemangel leiden oder eine hohe Individualisierung bei den Schaltschränken haben, die sie ausliefern. Da greift dann unser Service. Und dann gibt es die tendenziell etwas größeren Schaltschrankbauer, die ihre Effizienz über die Automatisierung erreichen und die sich für unsere Maschinen wie den Klippon Autometed RailAssembler, den Klippon Automated RailLaseroder das Wire Processing Center entscheiden. Diese nehmen auch häufig an unseren Workshops teil, um ihren Automatisierungsprozess bestmöglich zu gestalten. Wir sind mehr als happy, wenn wir mit dem Assemblierungsservice eine Brücke bauen können, bis unsere Kunden so groß sind, dass sie sich für eine Automatisierung entschließen. Uns ist natürlich klar, dass hinter einer Automatisierung eine nennenswerte Investition steckt. Es ist uns daher wichtig, von A bis Z Lösungen anbieten zu können.

Die Beratung für die Verbesserung von Arbeitsabläufen findet dann vermutlich auch immer stärker mit Ihren Kooperationspartnern innerhalb der Initiative Smart Cabinet Building statt?

Ja, wir sind da ganz eng vernetzt, so dass wir auch partnerübergreifend schauen, wer welche Lösung anbietet, um Kunden ganzheitlich zu beraten. In der Regel schauen wir zunächst, ob wir für ein Projekt eine eigene Lösung im Portfolio haben. Und wenn wir für eine spezifische Herausforderung keine Lösung anbieten, kommen unsere Partner aus dem Smart Cabinet Building ganz schnell hinzu. Neben den üblichen Beratungsgesprächen bieten wir hier auch Lean Workshops, in denen erarbeitet wird, wie eine spezifische Fertigung möglichst effizient ausgestaltet werden kann.

Um den Bogen noch einmal zum Ausgang unseres Gesprächs zu schlagen: Gibt es, analog zur Hutschienenmontage, die durch den Klippon RailSnapper erleichtert wird, andere ‚Pain Points‘ im Schaltschrankbau, für die es sich lohnte, ähnlich clevere Lösungen zu entwickeln?

Ein Thema ist die vereinfachte nachträgliche mechanische Bearbeitung des Schaltschranks oder auch die automatisierte Bestückung der Montageplatte. Hier gibt es sicherlich noch Verbesserungspotenzial.

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