Drum prüfe, wer den Strom verbindet

Regelmäßige Anlagenprüfungen beim IPH in Berlin

Drum prüfe, wer den Strom verbindet

Wenn es um die Sicherheit moderner Niederspannungs-Schaltanlagen geht, darf es keine Kompromisse geben. Viele Hersteller lassen ihre Anlagen von unabhängiger Stelle prüfen, um die Normkonformität zu bestätigen und mit den Bauartnachweisen für Vertrauen zu werben. Sedotec geht mit seinem schalterunabhängigen System Vamocon einen Schritt weiter. Mit den Prüfergebnissen, die Bestwerte erreichen, gehen die Ladenburger transparent um und kommunizieren sie den Partnern offen. Auch wenn das für Einzelne manchmal anstrengend ist.

 Dank cleverer Konstruktion erzielen Vamocon Niederspannungs-Schaltanlagen bei IPH-Pr?fungen regelm??ig Bestwerte. (Bild: Sedotec GmbH &Co. KG)

Dank cleverer Konstruktion erzielen Vamocon Niederspannungs-Schaltanlagen bei IPH-Prüfungen regelmäßig Bestwerte. (Bild: Sedotec GmbH &Co. KG)

„Weil wir es mit den Prüfungen unserer Niederspannungs-Schaltanlagen System Vamocon sehr ernst nehmen, kann es manchmal auch noch nach der Prüfung beim IPH anstrengend werden“, berichtet der geschäftsführende Gesellschafter von Sedotec, Dirk Seiler. Das Unternehmen lässt seine Anlagen beim IPH Institut ‚Prüffeld für elektrische Hochleistungstechnik‘ in Berlin prüfen, einem unabhängigen und akkreditierten Labor, das zu den renommiertesten in Europa zählt. Und da es sich bei Vamocon um ein schalterunabhängiges System handelt, werden die Schaltanlagen mit verschiedenen Schaltgerätefabrikaten geprüft, um für alle Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen die Bauartnachweise zu bekommen. „Und um sicherzustellen, dass unsere Anlagen alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen“, sagt Seiler. Die Prüfungen bestätigen die Einhaltung der Norm nach DIN EN61439-2, darunter auch der im Beiblatt 1 geregelten so genannten Hawaiihemd-Norm, nach der die Vamocon-Anlagen auch für Aufstellungsorte mit uneingeschränktem Zugang durch Laien ohne Arbeitsschutzkleidung geeignet sind. Mit der DIN EN(IEC)61439 wurde die Normenreihe für Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen einer radikalen Revision und Umstrukturierung unterzogen. Um es vorweg zu nehmen: Vamocon-Anlagen verfügen über Bauartnachweise mit den gängigen Schaltgeräten aller relevanten Hersteller. Häufig schneiden die Anlagen aus Ladenburg und dem Zweigwerk in Mittweida dabei mit Bestwerten ab. Die Verantwortlichen führen das vor allem auf das clevere Konstruktionskonzept zurück, das Sedotec zu Beginn der Entwicklung der Schaltschränke 2006 angelegt hat. So haben seinerzeit erfahrene Experten aus der Praxis des Schaltanlagenbaus mitgewirkt. Dabei konnte man das Beste aus allen Welten im System einplanen, wie beispielsweise die großzügigen Platzverhältnisse im Kabelanschlussraum oder die Form der inneren Unterteilung. Das sorgt heute stets für gute Werte bei der Ermittlung der Erwärmungsgrenzen und der daraus resultierenden Stromtragfähigkeit.

 F?r die Pr?fungen der Vamocon Niederspannungs-Schaltanlagen beim IPH sind umfangreiche Vorbereitungen notwendig. (Bild: Sedotec GmbH &Co. KG)

Für die Prüfungen der Vamocon Niederspannungs-Schaltanlagen beim IPH sind umfangreiche Vorbereitungen notwendig. (Bild: Sedotec GmbH &Co. KG)

Auch die kritischste Geräteanordnung einbeziehen

Der Weg dahin ist manchmal steinig, wie Steffen Vree, Leiter Produktmanagement Vamocon bei Sedotec berichtet: „Denn wir gehen in den Prüfungen auch dahin, wo es ‚weh tun‘ könnte.“ Das unterstreicht auch der Leiter des Kompetenzzentrums für Niederspannung und Bahntechnik beim IPH Berlin, Stefan Schwanck: „Im Rahmen von Bauartnachweisen im IPH wird streng die Einhaltung der Anforderungen aus der IEC61439 nachgewiesen und dabei die kritischste Geräteanordnung gewissenhaft bis an die Grenzen der Norm geprüft. Für uns ist die Zusammenarbeit mit Sedotec immer sehr angenehm, weil der Kunde stets gut vorbereitet ist und mit kompetenter Mannschaft die Prüfung begleitet. Dabei spürt man deutlich, dass es den Verantwortlichen von Sedotec nicht nur um die bestandene Prüfung, sondern auch um die kontinuierliche Verbesserung ihres Produktes geht“. „Eine Vorgehensweise, die so vielleicht nicht jeder Hersteller verfolgt“, ergänzt Vree. Für die Prüfungen sind umfangreiche Vorbereitungen notwendig. So werden die zu prüfenden Schaltgeräte in enger Abstimmung mit dem jeweiligen Schaltgerätehersteller ausgewählt. „Von Anfang an wird klar und transparent angesprochen, was wir in welcher Anordnung alles prüfen lassen wollen“, betont Vree. Sedotec scheut den immensen Aufwand nicht, der bei jeder Prüfung betrieben werden muss. Und so werden verschiedene Geräteanordnungen definiert, darunter eben auch die kritischsten. Wenn das ‚worst-case-Szenario‘ getestet sei, dann sei man schließlich auf der sicheren Seite meint der Produktmanager.

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Ausgabe:
Sedotec GmbH &Co. KG
www.sedotec.de

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