Die vergangenen Jahre haben auch gezeigt, wie sensibel Energiemärkte und Energieversorgung auf geopolitische Entwicklungen reagieren. Welche Rolle spielt Energieeffizienz vor diesem Hintergrund?
Janitza: Der effiziente Umgang mit Energie ist hier zentral. Und ein Thema steht für mich vor allem im Mittelpunkt: Der effiziente Umgang mit Energie senkt die Abhängigkeit von Energieimporten. Jede eingesparte Kilowattstunde zählt. Und je autarker wir sind mit erneuerbaren Energien und je weniger abhängig von Öl und Gas, desto resilienter sind wir. Das zahlt sich wieder für uns alle aus.
Sie haben 40 Jahre lang die Geschäfte von Janitza geführt. Was sind für Sie die wichtigsten Grundzutaten, damit solch ein Unternehmen Erfolg hat?
Janitza: Der wichtigste Punkt ist für mich ganz klar der Kundenfokus. Damit meine ich: Wir haben immer genau verstanden, welche Probleme unsere Kunden lösen müssen. Viele unserer Produkte sind genau aus diesem Fokus entstanden. Die zweite Grundzutat ist für mich, die richtigen Menschen im Unternehmen zu haben. Nur mit ihnen kann man als Unternehmer das umsetzen, was man sich vorgenommen hat.
Janitza ist bis heute familiengeführt und investiert weiter in den Standort Lahnau. Warum ist Ihnen dieser lokale Bezug wichtig geblieben?
Janitza: Erst einmal ist Janitza hier entstanden, wir sind schlicht hier. Außerdem haben wir eine gute Infrastruktur vor Ort: eine gute Verkehrsanbindung, eine gute Energieversorgung und gute Beziehungen zur lokalen Gemeinde. Auch Fachkräfte sind hier zu bekommen, nicht selten durch die Nähe zu verschiedenen Hochschulen und Universitäten. Außerdem bestehen an diesem Standort noch Möglichkeiten, uns zu erweitern. Schließlich haben wir unsere Mitarbeiterzahl in den letzten fünf Jahren verfünffacht.














