Gleichzeitig investiert Janitza massiv international. Wie wichtig ist die Internationalisierung für die Entwicklung von Janitza?
Janitza: Wir können nicht voraussagen, wie wir künftig wachsen, das hängt von unserem Erfolg ab. Mit unserer Strategie wollen wir aber bewusst resilienter werden und das Risiko auf mehr Märkte und Kunden verteilen. Dabei hilft uns die Internationalisierung enorm. Der Aufwand dafür ist groß, oft sind wir auf neuen Märkten noch unbekannt. Letztlich haben wir aber erlebt, dass diese Investition auch neue Umsatzpotenziale eröffnet und wir Janitza langfristig resilienter aufstellen.
Wie schätzen Sie die nächsten Jahre ein: Welche Entwicklungen werden die Energiebranche aus Ihrer Sicht am stärksten verändern?
Janitza: Die Energiebranche wird aus meiner Sicht vor allem von drei Entwicklungen geprägt: Von dem massiven Ausbau erneuerbarer Energien, der weiteren Digitalisierung der Netze und dem zunehmenden Einsatz von KI zur Steuerung komplexer Energiesysteme. Diese Trends werden viele Branchen ähnlich durchlaufen. Außerdem denke ich, dass sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage verschärfen wird, es also zu wenig Energie gibt. Das könnte noch ein großes Problem werden.
Gerade auch verursacht durch KI?
Janitza: Genau, hier sehe ich es kritisch. Denn gerade die Lastprofile von KI-Rechenzentren sind hochdynamisch und schwer vorhersehbar. Das ist noch weniger vorherzusagen als beispielsweise bei der ohnehin schon wetterabhängigen Solarenergie. Da sind Messdaten im Verbrauch und der Power Quality gefordert. Je volatiler die Netze werden, desto mehr muss gemessen werden. Deshalb sehe ich für Janitza die Zukunft nach wie vor positiv.















