Parallel hat sich in den letzten 40 Jahren die Energieversorgung grundlegend verändert. Wenn Sie zurückblicken: Was waren die großen Treiber des Wandels in der Branche?

Janitza: Das bedeutendste Thema war der Beschluss, dass wir uns in Deutschland aus Kohle und Atomenergie zurückziehen und in erneuerbare Energien investieren, die Energiewende also und die damit verbundene Dezentralisierung der Erzeuger. Hinzu kamen der Megatrend Digitalisierung sowie die regulatorischen Anforderungen zur Energieeffizienz und CO2-Reduktion. Aufgrund all dieser Entwicklungen haben die Branchen übergreifend in neue Technologie investiert, um Energie einzusparen. Und Janitza hat hierfür kontinuierlich verlässliche und präzise Lösungen entwickelt.

Im Rahmen dieser Einspar-Vorgaben erleben wir eine massive Elektrifizierung, von Industrie über Rechenzentren bis hin zur Mobilität. Was bedeutet das für die Stromnetze und Infrastruktur von heute und morgen?

Janitza: Die Elektrifizierung in allen Bereichen führt schon jetzt zu massiven Engpässen in der Energieversorgung. Das wird mehr Auswirkungen auf die Power Quality in den Netzen haben. Ich kann mich noch erinnern, als die Industrie ihre Prozesse automatisieren wollte, Stichwort Industrie 4.0. Die Unternehmen haben die Fertigungsstraßen automatisiert und dabei zunehmend sensible Elektronik verbaut, mit der es zu Produktionsausfällen gekommen ist.

Welche Lösungen hat Janitza in dieser frühen Zeit angeboten?

Janitza: Wir haben beispielsweise mit dem UMG 510 das erste Messgerät für Power Quality auf den Markt gebracht. Unsere Analysen haben gezeigt, dass Phänomene wie Oberschwingungen und Spannungseinbrüche zu den Ausfällen führten. Mit diesen Daten konnten wir zusammen mit unseren Kunden und Partnern an Lösungen arbeiten. Und das tun wir bis heute.

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