Rittal-Mitarbeiter holt Deutschen Ideenmanagement Preis

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Bild: Rittal GmbH & Co. KG

Für einen Verbesserungsvorschlag seines Mitarbeiters Samet Önlü hat Rittal den Deutschen Ideenmanagement Preis 2026 gewonnen. In der Kategorie Produktion und Technik überzeugte die Idee zur nachhaltigen Optimierung eines Schneidvorgangs in der Rohfertigung des Rittal Werks Herborn. Sie spart nun jährlich 120.000€ ein und hat Vorbildcharakter weit über die Werksgrenze hinaus. Für eine Profiliermaschine, die täglich rund 1.000 Sockelblenden für Rittal-Schaltschränke zuschneidet, entwickelte Önlü eine Schmiereinheit, die die Einsatzzeit der Messer verzehnfacht. Das Problem vorher: „Schon nach wenigen Tagen wurde durch die ständige Metallkontraktion das Messer stumpf und musste aufwendig gewechselt werden“, erklärt er. Dafür musste die Maschine immer vollständig auseinander gebaut werden, was etwa 2,5 Stunden Zeit und damit auch Geld kostete. „Das muss doch besser und nachhaltiger gehen“, dachte sich Samet Önlü. Und so kam es: Pragmatisch machte er sich ans Werk und reinigte so simpel wie wirkungsvoll regemäßig das Messer mit Pinsel, Schmieröl und Druckluftpistole. Und schnell zeigte sich, dass die Einheit durch das Reinigen und Ölen die zehnfache Anzahl der vorigen Hübe schafft. Gemeinsam mit dem Maschinenhersteller wurde die Idee professionell umgesetzt und eine integrierte Schmiereinheit entstand, die nun automatisch reinigt und ölt. Das Ergebnis ist beeindruckend: 200.000 Hübe und nur noch ein Messerwechsel pro Monat. Das bedeutet auch weniger Ausschuss, kaum Nacharbeiten und eine Einsparung von ca. 120.000€ pro Jahr.