
„Dieser Zuwachs kommt allein aus der steigenden Nachfrage aus den Euroländern und dürfte ein positives Zeichen dafür sein, dass Europa tatsächlich dabei ist, den eigenen Standort zu stärken“, erläutert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt. Im Gegensatz dazu spiegelt das Auftragsminus von real 2% im zweiten Quartal die Verunsicherung wider, die vor allem durch den schwelenden Zolldisput der EU mit den USA ausgelöst wurde. „Welche Auswirkungen der nun vorgesehene Zollsatz von 15% auf Importe in die USA auf den Maschinenbau haben wird, lässt sich noch nicht abschätzen. Immerhin gibt es jetzt teuer erkaufte Planungssicherheit für die Unternehmen – wenn der ‚Deal‘ denn Bestand hat“, sagt Dr. Gernandt.
Im Juni sanken die Bestellungen aus dem In- und Ausland gleichermaßen um real 5% zum Vorjahr. Dem Zuwachs von 16% aus den Euro-Ländern stand ein Rückgang der Bestellungen von 13% aus den Nicht-Euroländern entgegen. Insgesamt verblieb ein Orderminus von 5% in den Büchern. Im zweiten Quartal 2025 kamen aus dem Inland 2% weniger Aufträge, das Ausland verbuchte ein Minus von 1% (Euroländer: plus 19%, Nicht-Euroländer: minus 9%. Daraus resultierte von April bis Juni ein Auftragsminus von 2% zum Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2025 verbuchten die Unternehmen im Inlandsgeschäft ein Auftragsminus von 1%, während die Auslandsbestellungen um 2% zulegten. Aus dem Euroraum kamen 16% mehr Orders, die Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern sanken dagegen um 3%. Unterm Strich verblieb ein kleines Auftragsplus von 1%.

















