Welche Anwendungen bedienen Sie mit diesen Eigenschaften?
Schultz Jensen: Das Anwendungsspektrum ist sehr breit gefächert und betrifft im Grunde alle Bereiche, in denen Schaltschränke und Gehäuse zum Einsatz kommen: also Energieverteilungen und Schaltanlagen, Fabrik- und Maschinenautomation, Gebäudeautomation, Wasser- und Abwassertechnik, Telekommunikations- und Netzwerkinfrastruktur, erneuerbare Energien und Verkehrs- und Infrastrukturprojekte. Die außergewöhnlichen, vorhin bereits angesprochenen Materialeigenschaften prädestinieren unsere Lösungen für Anwendungen in korrosiven, feuchten oder salzhaltigen Umgebungen sowie bei Outdoor-Installationen mit hohen Anforderungen an UV- und Witterungsbeständigkeit.
Welche Zertifizierungen hat die Arca-Schaltschrankserie erhalten, und was bedeuten diese für den Schutz der Elektronik in anspruchsvollen Umgebungen?
Schultz Jensen: Die Arca-Serie erfüllt je nach Ausführung unterschiedliche internationale Normen, Schutzarten und Zulassungsanforderungen für Industrie- und Outdoor-Anwendungen. Dazu gehören u.a. Anforderungen nach EN/IEC62208 und EN/IEC61439 sowie entsprechende UL-Anforderungen und Klassifizierungen. Die Schutzart IP66 steht für vollständigen Schutz gegen Staub sowie Schutz gegen starkes Strahlwasser. Die mechanische Schlagfestigkeit ist abhängig von der jeweiligen Ausführung und reicht bei Arca bis IK10. Das UV-stabilisierte Polycarbonat ist für den Einsatz unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen ausgelegt. Die Gehäuse sind elektrisch isolierend und unterstützen damit den sicheren Schutz der installierten Komponenten. Für den Anwender bedeutet die Kombination aus hoher Schutzart, mechanischer Robustheit und Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen einen zuverlässigen Schutz der installierten Elektronik. Wichtig ist dabei: Die konkreten Schutzarten und Zulassungen können je nach Arca-Ausführung variieren. Unser neuestes Produkt Arca T erreicht IP66 und IK09. Damit bleibt auch bei der integrierten transparenten Tür ein hohes Schutzniveau gegen Staub, Wasser und mechanische Einwirkungen erhalten.
Ein weiteres markantes Merkmal ist die transparente Tür des Schaltschranks. Inwiefern trägt dieser dazu bei, die Betriebssicherheit und Wartungseffizienz zu verbessern?
Schultz Jensen: Anwender können Anzeigen, HMIs, LEDs oder Messgeräte prüfen, ohne die Tür zu öffnen und den geschützten Innenraum freizulegen. Dadurch bleiben die Schutz- und Dichteigenschaften des geschlossenen Gehäuses erhalten. Unnötige Türöffnungen werden also vermieden. Das reduziert das Risiko von Staub-, Schmutz- oder Feuchtigkeitseintritt. Wartungsrundgänge werden somit deutlich effizienter, da sich Auffälligkeiten schneller erkennen und bewerten lassen. Besonders bei schwer zugänglichen Anlagen und Außenstandorten spart dies Zeit und Aufwand.















