
Die Spelsberg-Komponenten kommen im Inneren der Brücke zum Einsatz: Unterhalb der Fahrbahn verläuft ein begehbarer Tunnel, in dem zahlreiche elektrische Installationen untergebracht sind. Hier übernehmen die von Spelsberg gelieferten GTi-Verteiler zentrale Aufgaben in der Energieverteilung, u.a. für die Wartung in den Brückenkörpern. Insgesamt werden zwölf Verteilereinheiten installiert, die als Hauptverteilung (HV), Unterverteilungen (UV) und Unterverteilung-Widerlager (UV-Widerlager) ausgeführt sind. Neben den bereits sieben installierten Verteilereinheiten sind zudem fünf weitere und fünf Übergangskästen (ÜK) geplant. Bei den eingesetzten Komponenten handelt es sich um individuelle, kundenspezifische Lösungen, die auf dem modularen GTi-Schaltanlagensystem von Spelsberg basieren. Diese Systeme sind für anspruchsvolle Umgebungen konzipiert und ermöglichen eine flexible Kombination verschiedener Schaltgeräte. Sie dienen als zentrale Schalt- und Verteilstellen, in denen u.a. Sicherungselemente und Leitungsschutzkomponenten verbaut wurden. Während Spelsberg die robuste Gehäusetechnik lieferte, übernahm der Elektroinstallateur Meschede & Co. aus Werdohl die Montage sowie Ausstattung der Schaltschränke mit den elektrotechnischen Komponenten. „Als Unternehmen mit über 100-jähriger Erfahrung in der Elektroinstallation sind wir stolz darauf, mit unserem rund 45-köpfigen Team einen Beitrag zur zügigen und erfolgreichen Umsetzung dieses bedeutenden Infrastrukturprojekts geleistet zu haben“, fügt Jonas Middendorf, Geschäftsführer bei Meschede & Co. hinzu.


Bild 2 | Die sieben Verteilereinheiten wurden termingerecht bereitgestellt, sodass die Installation im November 2025 erfolgen konnte. – Bild: Günther Spelsberg GmbH & Co. KG/Meschede & Co. GmbH
Erfolgreiche Umsetzung
Die Lieferung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Elektroinstallateur und dem Großhandelspartner EFG Westfalen aus Bergkamen. Innerhalb kurzer Zeit wurden die benötigten Verteilereinheiten bereitgestellt. Die termingerechte Bereitstellung war entscheidend, da der Baufortschritt von der fristgerechten Montage der elektrotechnischen Anlagen abhängig war. Seit November 2025 ist die Installation der Spelsberg-Systeme erfolgt. Besonders hervorzuheben ist die enge regionale Zusammenarbeit. Alle beteiligten Partner – Spelsberg, Meschede & Co. sowie EFG Westfalen – stammen aus Nordrhein-Westfalen und verfügen über kurze Wege und langjährige Erfahrung. Diese räumliche und persönliche Nähe ermöglichte eine schnelle Abstimmung, kurze Reaktionszeiten und letztlich eine effiziente Umsetzung des Projekts. Für Alexander Schmidt, Gebietsverkaufsleiter Westfalen (Süd) + Siegerland bei Spelsberg, der das Zusammenwirken der einzelnen Partner koordinierte, steht das Projekt beispielhaft für die Stärke der regionalen Wirtschaft: „Unternehmen aus der Region, die selbst stark unter der Sperrung der Brücke gelitten haben, werden nun Teil ihres Wiederaufbaus. Das ist wirtschaftlich sowie emotional ein starkes Zeichen.“ Seit der Sperrung der Talbrücke im Dezember 2021 hatten viele lokale Betriebe mit den Folgen zu kämpfen. Längere Fahrzeiten, Personalabwanderung und wirtschaftliche Einbußen waren die Folge. Umso bedeutender ist es, dass der Neubau nun auch durch den Einsatz regionaler Unternehmen realisiert wird.

















