
Das erste Halbjahr 2025 wurde mit einer Gesamtsteigerung bei den Bestellungen von 5,8% abgeschlossen. Die Orders aus dem Inland haben sich mit einem marginalen Rückgang von 0,1% zum gleichen Vorjahreszeitraum dabei kaum bewegt. Die Auslandsaufträge erhöhten sich hingegen von Januar bis Juni um 10,7%. Dabei war die Wachstumsrate mit 13,6% bei den Bestellungen von Kunden aus Drittstaaten mehr als doppelt so hoch wie bei Partnern aus der Eurozone, von denen immerhin 5,6% mehr Aufträge eingingen.
Die reale, also um Preiseffekte bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland lag im Juni 2025 um 4,6% unter Vorjahr. „Allerdings hatte der diesjährige Juni auch einen Arbeitstag weniger als 2024, und sowohl in Bayern als auch in Baden-Württemberg fielen die Pfingstferien komplett in den Juni“, so Gontermann. Im gesamten ersten Halbjahr verfehlte der Branchenoutput sein Vorjahreslevel um 2,3%.
Mit Beginn des dritten Quartals lag die Kapazitätsauslastung in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie bei 76,3% der betriebsüblichen Vollauslastung. Das waren anderthalb Prozentpunkte weniger als ein Vierteljahr zuvor. Die Reichweite der Auftragsbestände blieb bei 4,2 Produktionsmonaten.
Der Umsatz der heimischen Elektro- und Digitalunternehmen stieg im Juni 2025 um 1,1% gegenüber Vorjahr auf 19,0Mrd.€. Während beim Inlandsgeschäft ein Rückgang von 4,7% auf 8,6Mrd.€ in den Büchern stand, wuchsen die Erlöse mit ausländischen Kunden um 6,0% auf 10,4Mrd.€. Dabei zogen die Geschäfte mit Ländern außerhalb der europäischen Gemeinschaftswährung (+8,2% auf 6,5Mrd.€) stärker an als die mit der Eurozone (+2,1% auf 3,9Mrd.€).
In den gesamten ersten sechs Monaten dieses Jahres kam der aggregierte Branchenumsatz auf 108,7Mrd.€ und entsprach wertmäßig damit knapp dem des Vorjahres (-0,2%). Dabei entfielen 50,3Mrd.€ auf Erlöse mit inländischen Kunden (-3,2%) und 58,4Mrd.€ auf jene mit dem Ausland (+2,3%). Die Geschäfte mit dem Euroraum (+2,1%) und dem übrigen Ausland (+2,4%) entwickelten sich in diesem Zeitraum ähnlich. Erstere addierten sich auf 22,9Mrd.€, letztere schlossen das erste Halbjahr mit 35,5Mrd.€ ab.

















