5,3% Zuwachs gegenüber Vorjahr

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Bild: ZVEI e.V.

Die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie sind auch im Juni gestiegen: Die Branchenausfuhren legten um 5,3% gegenüber Vorjahr auf 20,7Mrd.€ zu. „Rückgänge im Geschäft mit China und den USA konnten hier durch Zuwächse in Europa mehr als kompensiert werden“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Auch für das gesamte erste Halbjahr verzeichnen die Elektroexporte ein Plus: Sie stiegen um 2,7% auf 127,4Mrd.€. Vor allem die Importe elektrotechnischer und elektronischer Waren nach Deutschland zeigten sich noch unbeeindruckt von den globalen Handelsunsicherheiten. Mit 20,8Mrd.€ übertrafen sie ihren Vorjahreswert im Juni um 8,5%. In den gesamten ersten sechs Monaten dieses Jahres wuchsen sie fast genauso stark (+7,4% auf 133,7Mrd.€). „Unterstützt hat dabei sicher auch der starke Euro, der aus dem Ausland bezogene Vorleistungen und Waren in heimische Währung umgerechnet preiswerter macht“, so Gontermann. Die sektorspezifische Handelsbilanz fiel im ersten Halbjahr mit minus 6,3Mrd.€ entsprechend leicht defizitär aus.

„Trotz der Zoll-Kapriolen waren die USA im ersten Halbjahr 2025 das größte Abnehmerland deutscher Elektroexporte“, sagte Gontermann. Dorthin gingen in der ersten Jahreshälfte Elektrogüter im Wert von insgesamt 12,7Mrd.€ – ein Anstieg von 2,6% zum Vorjahr. Im Juni verfehlten die Branchenausfuhren in die USA ihren Vorjahreswert allerdings um 3,9% auf 2,0Mrd.€ – dies war der dritte Rückgang in Folge; noch blieb er allerdings vergleichsweise moderat. China wurde im Ranking auf Platz zwei verdrängt. Die kumulierten Elektroexporte in die Volksrepublik reduzierten sich in den ersten sechs Monaten um 12,2% auf 11,6Mrd.€. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen im Abnehmerranking des ersten Halbjahrs die Niederlande, Frankreich und Polen.