Leichter Aufwärtstrend erkennbar

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Bild: ZVEH

„Es ist noch zu früh, um von einer Trendwende zu sprechen. Die Stimmung in den E-Handwerken hat sich jedoch über den Sommer leicht verbessert“, so Alexander Neuhäuser, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), zu den Ergebnissen der ZVEH-Herbstkonjunkturumfrage. An der im Zeitraum vom 21. September bis zum 2. Oktober durchgeführten Umfrage hatten 1.586 E-Betriebe teilgenommen. Allerdings warnt Neuhäuser: „Der Energiewendepolitik der Bundesregierung fehlt es an Zukunftsfestigkeit und klaren Wachstumsimpulsen. Mit der EEG-Novelle und dem Netzpaket stehen zudem hochproblematische Änderungen an. Auch ist die Investitionstätigkeit in die Infrastruktur und aus der Privatwirtschaft noch nicht da, wo wir sie brauchen. Statt eines Tankrabatts wäre die Senkung der Stromsteuer richtig gewesen. Hier ist die Politik nach wie vor in der Pflicht, ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen.“

Grund für die Aufhellung der Stimmung sind unter anderem stabilere Auftragsvorläufe. So sank der Anteil der Unternehmen mit Auftragspolstern unter einem Monat gegenüber der Frühjahrskonjunkturumfrage von 35,0 auf 31,1%. Umgekehrt stieg der Anteil der Betriebe mit Auftragsvorläufen von mehr als zwei Monaten von 41,9 auf 45,0%. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Erholung primär auf das Privatkundengeschäft zurückzuführen ist“, erklärt ZVEH-Hauptgeschäftsführer Neuhäuser. So gaben 29,3% der befragten Betriebe ein Wachstum und nur 23,7% einen Rückgang bei den Aufträgen von Privatkunden an. Deren Anteil am Gesamtumsatz in den Elektrohandwerken stieg in der Folge von 38,8% im Frühjahr auf nun 40,7% an. Der ZVEH geht davon aus, dass infolge der mit dem Iran-Krieges verbundenen Energiekrise viele Haushalte verstärkt in Zukunftstechnologien wie Elektroautos und Wärmepumpen investiert haben.

Die verbesserte Auftragssituation lässt die befragten Unternehmen wieder etwas positiver auf ihre aktuelle Geschäftslage schauen. Hatten im Frühjahr noch 44,9% der Unternehmen angegeben, über ein gutes Geschäftsklima zu verfügen, waren es jetzt 48,0%. Als schlecht bezeichneten aktuell nur noch 11,5% die Geschäftssituation – nach 13,7% im Februar. Der Geschäftsklimaindex (GKI) bildet die insgesamt positiven Entwicklungen in den E-Handwerken ab und nährt sich nun – nach dem Tiefststand von 65,6 Punkten im Frühjahr – mit 68,2 Punkten wieder dem Wert aus der ZVEH-Herbstkonjunkturumfrage 2025 (68,8 Punkte). Damit zeigt sich auch bei der diesjährigen Herbstkonjunkturumfrage ein gewisser saisonaler Effekt: Der GKI sackt im Frühjahr ab, um im Herbst wieder anzuziehen.