Normung hilft der Digitalisierung auf die Sprünge

VDE DKE
Bild: VDE / ©Peter-Paul Weiler

Damit die Digitalisierung Verwaltungs- und Unternehmensprozesse wirklich vereinfacht, braucht es klare, digitale Spielregeln. Normen und Standards können dabei einen entscheidenden Beitrag leisten – wenn sie breit genutzt werden. Das zeigt das Ergebnis der 13. Befragungsrunde des Deutschen Normungspanels, das kürzlich von DIN und DKE vorgestellt wurde. Die befragten Organisationen, darunter vor allem Unternehmen, teilen unter anderem ihre Einschätzungen zur Beteiligung an der Normung, zur Anwendung digitaler Normen sowie zu Normen und Standards in Bezug auf den Bürokratieabbau.

Digitale Normen – sogenannte Smart Standards – sind ein zentraler Hebel, um Verwaltungs- und Unternehmensprozesse zu vereinfachen. Sie ermöglichen eine automatisierte Verarbeitung standardisierter Informationen, minimieren Interpretationsspielräume und senken Kosten. 33% der befragten Unternehmen kennen Smart Standards bereits, 17% nutzen sie aktiv. Besonders verbreitet sind sie in Branchen mit hohem Digitalisierungsgrad wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Fahrzeugbau.

Die Ergebnisse des Normungspanels zeigen: Große Unternehmen und technologieorientierte Branchen sehen in der Normung tendenziell Potenzial zum Abbau von Bürokratie, gerade in der Energie- und IKT-Branche. Im Vergleich zur Gesetzgebung wird die Normung von Unternehmen positiver bewertet – insbesondere mit Blick auf Transparenz, Sachorientierung und Umsetzbarkeit. Während die Wahrnehmung der Gesetzgebung in zentralen Kategorien wie Effizienz, Kohärenz und Offenheit eher kritisch ausfällt, schneidet die Normung besser ab. Damit rückt Normung als Instrument zur Selbstverwaltung stärker in den Fokus.