Prüfstecksystem erhöht Verfügbarkeit

Schutzschränke für Energieverteilungsanlagen zur Gasaufbereitung in der Karibik

Prüfstecksystem erhöht Verfügbarkeit

Bekannt ist der Inselstaat Trinidad und Tobago vor allem wegen der traumhaften Strände. Dabei ist Trinidad die am meisten industrialisierte Insel der Karibik. Aus der dort schon traditionellen Erdölförderung sind verschiedene Industriezweige entstanden – darunter auch die Erdgasverflüssigung. Zur Erhöhung der Verfügbarkeit einer neu erbauten Anlage wurde das Schutzgeräteprüfstecksystem Fame 2 von Phoenix Contact verbaut.

Schutzschränke für die Energieverteilung: Die Verdrahtungsprüfung des Schutzgeräteprüfsteckers erfolgt an der Rückseite. (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Schutzschränke für die Energieverteilung: Die Verdrahtungsprüfung des Schutzgeräteprüfsteckers erfolgt an der Rückseite. (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Die Firma Köhl Power Distribution Systems mit Hauptsitz in Wecker, Luxembourg, ist als Teil der Köhl-Unternehmensgruppe Hersteller von modernen Energieverteilungssystemen für die Mittel- und Niederspannungsebene sowie von anspruchsvollen Steuerungsanlagen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1971 hat sich die Köhl-Unternehmensgruppe vom einfachen Ein-Mann-Elektrobetrieb zu einem international agierenden Technologieunternehmen mit Standorten in mehreren Ländern entwickelt. Schwerpunkt aller Unternehmen der Köhl-Gruppe ist die Ausrichtung auf innovative Technologien und die Durchführung von komplexen Projekten – wie dem hier vorgestellten. „Unsere Schaltanlagen und Systeme werden an den Unternehmensstandorten in Deutschland und Luxembourg eigenständig entwickelt, projektiert, produziert und für die Kunden in ihren Projekten nahezu weltweit installiert“, erläutert Michael Krämer, Leiter Sales & Business Development bei Köhl. „Dabei liegt der Focus immer auf den höchsten Anforderungen an die Anlagenverfügbarkeit und Personensicherheit während des elektrischen Betriebes.“ Für die Gasaufbereitungsanlage im karibischen Inselstaat vor der Küste Venezuelas liefert Köhl das gesamte Produktspektrum: die Mittelspannungsschaltanlagen mit entsprechenden Schutz- und Umschalteinrichtungen, die Niederspannungs-, Haupt- und Unterverteilungen, sowie die zugehörigen Peripheriekomponenten wie Transformatoren und Stromschienen. Auf der Karibik-Insel errichtet die Denovo Energy – eine Tochter der Firma Proman mit Sitz in der Schweiz, die auch eine Niederlassung in Trinidad besitzt – als Hauptauftragnehmer im Kundenauftrag eine sogenannte Gas Processing Unit. Das vor der Küste gewonnene Gas wird in einem aufwendigen Prozess aufbereitet und mittels Pipeline zu einer Methanol-Fabrik im Landesinneren geleitet. Das Methanol dient als Ausgangstoff für die chemische Weiterverarbeitung. Umfang und Komplexität des Projektes sowie die erforderliche permanente Verfügbarkeit und die extrem hohe Sicherheit im petrochemischen Umfeld stellen hohe Anforderungen an alle Projekt-Beteiligten hinsichtlich der gesamten technischen Ausrüstung. „Eine wichtige Voraussetzung für eine hohe Anlagenverfügbarkeit ist die unbedingte Vermeidung von potenziellen Fehlerquellen“, so Krämer, „und das gilt nicht nur für den eigentlichen petrochemischen Prozess, sondern genauso für die gesamte Energieversorgung als Backbone für die Prozesskette.“

Schutztechnik erkennt elektrische Fehler im Netz

Im Niederspannungsnetz schützen Leistungsschalter und Fehlerstrom-Schutzschalter elektrische Betriebsmittel und Personen vor den Auswirkungen von Fehlern. Im Hoch- und Mittelspannungsbereich werden Strom und Spannung indirekt mit entsprechenden Schutzwandlern gemessen. Ein digitales Schutzgerät vergleicht darauf basierend die Messgrößen mit den individuell eingestellten Schutzparametern im Millisekunden-Takt. Wird ein Fehler im Netz detektiert, sendet das Schutzgerät ein Aus-Signal, das die Abschaltspule des Leistungsschalters anregt. Der fehlerhafte Abgang eines defekten Motors, Transformators oder Kabels wird so innerhalb weniger Millisekunden zum Schutz der Anlagen abgeschaltet. Im Bereich der Hoch- und Mittelspannung sind solche Netze oft über mehre km hinweg verzweigt. Dabei kommt es darauf an, elektrische Fehler schnell zu erkennen, den Fehlerort zu ermitteln und die Anlage durch den nächstgelegenen Schalter sicher abzuschalten. Im Hoch- und Mittelspannungsnetz kommen dabei hoch performante digitale Schutzgeräte zum Einsatz.

Seiten: 1 2 3Auf einer Seite lesen

Phoenix Contact Deutschland GmbH
www.phoenixcontact.com

Das könnte Sie auch Interessieren

Anzeige

Anzeige

Bild: Häwa GmbH
Bild: Häwa GmbH
95 Prozent 
kundenindividuelle Lösungen

95 Prozent kundenindividuelle Lösungen

Ende März hatte der Schaltschrank-Spezialist Häwa zum Auftakt seiner diesjährigen Roadshow in sein Werk in
Bad Wörishofen eingeladen, um seinen neuen Show-Truck und sein Maschinengestell X-frame zu präsentieren, das an diesem Standort produziert wird. Im Interview mit dem SCHALTSCHRANKBAU erläuterte Geschäftsführer Arno Müller die Idee hinter der Tour und gab seine Einschätzung zu den aktuellen Trends der Branche.

Bild: EUREF-Campus Düsseldorf, © EUREF AG
Bild: EUREF-Campus Düsseldorf, © EUREF AG
Elektrizität 4.0

Elektrizität 4.0

In Düsseldorf entsteht mit dem EUREF Campus bis 2024 ein internationales Schaufenster der Energiewende auf über 80.000m². Rund 3.500 Menschen aus verschiedenen Unternehmen, Startups sowie Wissenschaft und Forschung sollen vor Ort in engem Austausch an den Zukunftsthemen Energie, Mobilität und Nachhaltigkeit arbeiten. Im Rahmen einer Baustellenführung konnten wir mit Peter Weckesser, Chief Digital Officer, und Chris Leong, Chief Marketing Officer, von Schneider Electric, dem Ankermieter und Technologiepartner im neuen Campus, über die Projektvision und das Gebäude der Zukunft sprechen.

Bild: ZVEH
Bild: ZVEH
Wahl des Hauptgeschäftsführers

Wahl des Hauptgeschäftsführers

Bei der ZVEH-Jahrestagung 2022 in Wiesbaden wählten die Delegierten den bisherigen stellvertretenden Hauptgeschäftsführer Alexander Neuhäuser (Mitte) zum Nachfolger von ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi (links), der Ende 2022 in den Ruhestand gehen wird.

Anzeige

Anzeige

Anzeige